Homepage: www.zooneuwied.de
Der ZOO Neuwied wurde für das Publikum zum ersten Mal 1970 geöffnet, damals noch unter dem Namen "Tierpark Hubertushof" als Privatzoo unter der Leitung des Besitzers. Der Gründer des Zoos, ein Industrieller aus Heimbach-Weis, errichtete in dem Vorort von Neuwied eine Hühnerfarm. Er baute den Zoo allerdings schnell zu einer sehenswerten Einrichtung mit einer stark vertretenen australischen Fauna aus.
Die Hauptattraktionen damals waren u.a.:
Schon früh hatte der ZOO Neuwied recht gute Zuchterfolge, so zum Beispiel auch die Welterstnachzucht bei verschiedenen Papageienarten und die deutsche Erstnachzucht des südafrikanischen Buntbocks. Diese tiergärtnerischen Erfolge kosteten natürlich eine Menge Geld,
und auf Dauer war diese Investition für einen Privatmann nicht zumutbar.
1980 wurde das Gelände dann von einem Tierhändler gepachtet, der die Idee von einem Handelszoo hatte. Das heißt, Tiere wurden gekauft, im ZOO untergebracht, zur Schau gestellt und wieder verkauft.
Dieses Konzept ging allerdings nicht so auf wie es gedacht war. Zeitweise waren damals Flußpferde, Elefanten, Gorillas und andere, vorwiegend afrikanische, Tiere im ZOO zu sehen. Eine artgerechte Haltung war durch den ständigen, und im Vordergrund stehenden, Handel nicht mehr möglich. Es kam in den folgenden Jahren dann immer wieder zu Ärger mit dem Tier- und Artenschutz, und mit Gläubigern.
So war der Pächter 1985 gezwungen den ZOO aufzugeben.
Der ZOO Neuwied wäre damals fast geschlossen worden!
Noch in 1984 gründete sich, durch die Initiative von einigen engagierten Personen ein Förderverein als Träger der Einrichtung: Der Förderverein ZOO Neuwied e.V.
Von da an hatte man im ZOO Neuwied wieder einen finanziellen Rahmen zur Verfügung mit dem man rechnen konnte. Seit der Übernahme durch den Förderverein hat sich der ZOO Neuwied daher auch merklich verändert.
Seit Dezember 1985 ist Dipl.-Biologe Heinrich Klein mit der Leitung des Betriebes betraut. Der Tierbestand wurde ausgeweitet. Es sind heute rund 1200 Tiere in ca. 150 verschiedenen Arten. Der ZOO Neuwied ist weiterhin für seine großen Zuchterfolge in ganz Deutschland berühmt und anerkannt.
Der größte Erfolg ist wohl die Geburt von 10 Gepardenbabys am selben Tag, von denen immerhin 8 großgezogen werden konnten. Diese Anzahl ist bisher einmalig in Deutschland, und wird unter anderem auch auf die Fütterungsanlage zurückgeführt, bei der die Beute (Fleisch oder totes Huhn) an einem Seil, ähnlich dem Prinzip eines Skiliftes, quer durch das Gehege gezogen wird, und die Geparden mit ca. 50 km/h jagen müssen.
Der Beutesimulator ist immer an Sonn- und Feiertagen um 16.00 Uhr in Betrieb (Winter 15.00 Uhr).
Auch hat es der ZOO Neuwied 1990 als erster ZOO in Deutschland geschafft, Strauße in Naturbrut aufzuziehen. Die Eier wurden nicht, wie sonst in zoologischen Betrieben üblich, aus den Gehegen entfernt und im Brutkasten ausgebrütet, sondern die Strauße brüteten ihre Eier selbst aus. Das war bisher in Deutschland nicht zu beobachten.
Eine weitere Attraktion ist die riesige Känguruherde, sie ist die größte zusammenhängende Herde von Grauen Riesenkänguruhs außerhalb Australiens.
Im gesamten ZOO ist allerdings die "Versorgung mit Nachwuchs" kein Problem.
Der ZOO Neuwied geht als einer der ersten zoologischen Gärten in Deutschland neue Wege in der Tierhaltung im Sinne der Tiergartenbiologie.