18.07.2007 13:14 Alter: 13 yrs

Die Distel und der "Eselswind"

Von: Pressebüro Neuwied

Teil VII unserer Serie "Raritäten in der Neuwieder Natur" Auch wenn sie nicht geschützt ist, so ist sie doch eine jener heimischen Pflanzen, die bei uns eher selten vorkommen: die Eselsdistel, die mit mehr als zwei Metern eine stattliche Wuchshöhe erreichen kann. Man findet sie gelegentlich auf Schuttplätzen, an Dämmen oder auf Brachen, wo sie allerdings recht unbeständig auftritt. Mit ihr befasst sich der siebte Teil unserer kleinen Serie über "Raritäten in der Neuwieder Natur".

Zwar nicht geschützt, aber doch recht selten bei uns zu finden: die Eselsdistel.

Meist blüht sie ab Juli und ihre großen Blüten sind ein wahres Paradies für Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Schwebfliegen. Mehr als ein Dutzend verschiedener Insektenarten konnte der Autor unserer Serie, Jürgen Moritz, schon zur gleichen Zeit an einer einzigen großen Eselsdistel beobachten. Die Pflanze ist zweijährig, das heißt, im ersten Jahr erscheint nur die grau-filzige Blattrosette und im zweiten Jahr die Blüte. Danach stirbt die Pflanze ab.

Die Eselsdistel ist die Wappenpflanze des schottischen Königsgeschlechts der Stuarts und um sie rankt sich auf der britischen Insel eine Legende, die mit dem Einfall der Nordländer vor vielen hundert Jahren zu tun haben dürfte. Zum Schmunzeln regt hingegen die Geschichte an, die sich auf  ihren wissenschaftlichen Namen "Onopordum acanthium" bezieht. Denn dieser bedeutet soviel wie "Eselswind" oder "Eselsblähung" - angeblich abgeleitet von der Wirkung, die die Pflanze nach dem genüsslichen Verzehr auf die Grautiere hat...