09.07.2008 15:01 Alter: 12 yrs

Kleine grüne Drachen sind selten geworden

Von: Pressebüro Neuwied

Raritäten in der Neuwieder Natur: Die Zauneidechse   Mit der Mauereidechse präsentierte unsere Serie "Raritäten in der Neuwieder Natur" im Vorjahr eine "Neubürgerin", die glücklicherweise in der Stadt wieder Lebensräume neu erobert hat. Umgekehrt verhält es sich mit einer ihrer Verwandten, die der Autor der Serie, Jürgen Moritz, in seinem Hausgarten entdeckt hat: die Zauneidechse.

Die Zauneidechse ist nur noch ein seltener Gast in unseren Gärten.

Früher war sie bei uns in großer Zahl an Bahndämmen, in Kiesgruben und auf den Brachen von Bimsfabriken zu finden. Heute trifft man sie leider immer seltener an, da zum Beispiel Bimsfabriken verschwunden sind oder Brachen durch Umwandlung in Hochstaudenfluren und die meist nachfolgende Verbuschung ihren Charakter verändert haben.

Die Männchen der Zauneidechse zeigen in der Paarungszeit ein prächtiges grünes Farbkleid und sind von den eher unscheinbar braun gefärbten Weibchen gut zu unterscheiden. Treffen zwei dieser grünen Recken aufeinander, so gibt es ritualisierte Paarungskämpfe um das Revier. Insekten, Würmer und Spinnen gehören zur bevorzugten Nahrung der flinken Echsen.
Von der eingangs genannten Mauereidechse ist die Zauneidechse gut zu unterscheiden, da ihr Kopf stumpfer und der Körperbau viel gedrungener ist.
 
Man sollte den kleinen grünen Drachen einige Brachen lassen, damit sie auch weiterhin unsere heimische Natur bereichern können.