28.09.2007 09:44 Alter: 13 yrs

Flinke Reptilien im steilen Weinberg

Von: Pressebüro Neuwied

Teil X unserer Serie "Raritäten in der Neuwieder Natur" Sie gehört zu den gefährdeten und daher geschützten Arten in unserem Land, die schlanke Mauereidechse. Winzern aus Hammerstein und Leutesdorf wird sie keine Unbekannte sein, denn Weinberge, Schieferhalden und Steinbrüche sind der bevorzugte Lebensraum des flinken Reptils.

Sogar in bebauten Gebieten der Stadt ist sie mittlerweile zu finden: die Mauereidechse.

Im Neuwieder Stadtgebiet dagegen konnte man bisher eher die plumperen Zauneidechsen und in waldnahen Stadtteilen gelegentlich die kleinen Waldeidechsen beobachten. Seit einiger Zeit stellt Jürgen Moritz, Autor unserer Serie über Raritäten in der Neuwieder Natur, bei seinen Streifzügen aber auch eine regelrechte "Einwanderungs-Bewegung" der Mauereidechse fest.

Im aufgelassenen Bereich des Engerser Güterbahnhofes, an der Kronprinzenbrücke oder am Gleiskörper der Bahn - überall dort, wo früher nur Zauneidechsen zu finden waren, konnte Moritz in diesem Jahr erstmalig Mauereidechsen beobachten. Selbst in dichtbebauten Wohnbereichen sind sie plötzlich zu sehen.

Die kleine Eidechse besitzt einen schlanken Körper mit spitzem Kopf und einem Schwanz, der bis zum doppelten der Körperlänge betragen kann. Gut 20 Zentimeter lang kann der kleine "Drache" werden. Die Färbung der Tiere variiert von dunklen Flecken bis zu Netzzeichnung auf dem Rücken.

Um die Einzelbeobachtungen etwas mehr abzusichern und in eine Kartierung aufzunehmen, wäre es von großem Interesse festzustellen, wo überall in diesem Sommer im Neuwieder Stadtgebiet Mauereidechsen festgestellt wurden. Man sieht, Neuwied beherbergt also nicht nur botanische Raritäten, sondern auch die eine oder andere Überraschung aus der Tierwelt.

Mit diesem kleinen Exkurs in die Fauna beenden wir die Serie über "Raritäten in der Neuwieder Natur". Zumindest für dieses Jahr, denn eine Fortsetzung kommenden Frühling ist durchaus denkbar.