23.04.2020 16:26 Alter: 152 days

Kunstprojekt: Raiffeisen grüßt jetzt mit Schutzmaske - Symbol für Gemeinsinn

Von: Pressebüro Stadt Neuwied

Oberbürgermeister Jan Einig legte selbst Hand an, um dem Raiffeisen-Denkmal einen Mund-Nasen-Schutz anzulegen.

Nach getaner Arbeit (von links): Amtsleiterin Petra Neuendorf, Künstler Elmar Hermann, Oberbürgermeister Jan Einig und Benita Roos, Leiterin der StadtGalerie, vor dem Raiffeisen-Denkmal.

Gemeinsam mit seinem Berliner Kollegen Hugo Holger Schneider hat der Neuwieder Künstler Elmar Hermann eine Mundschutz-Reihe für die Raiffeisen-Statue in der Nähe des Roentgen-Museums entwickelt. Die beiden Künstler arbeiten häufiger zusammen. So hat Schneider bereits eine erfolgreiche Künstler-Edition für Hermanns Online-Projekt „mundart“ konzipiert. Renommierte Zeitungen haben bereits darüber berichtet.

Nun hat Hermann in seiner Geburtsstadt der Raiffeisen-Statue eine Maske aus Tüll angelegt. Er berichtet: „Für Neuwied planen wir drei Modelle, die wöchentlich wechseln, mit variierenden Formen, Größen und Materialien. Jedes Modell ist ein Unikat und wird speziell für die Situation produziert.“ Zudem sei der Bezug zur historischen Figur Friedrich Wilhelm Raiffeisen relevant, meint der Künstler. „Ähnlich wie der Mundschutz ist Raiffeisen ein Symbol für Solidarität und Zusammenhalt. Die Grundidee der von ihm gegründeten Genossenschaft ist, dass jeder für den anderen Verantwortung übernimmt.“ Genauso verhalte es sich mit dem Mundschutz, der nur dann wirksam ist, wenn jeder den anderen schützt. „Die drei Modelle, die wir für die Raiffeisen-Statue entwerfen, rücken daher drei wichtige Bereiche in den Fokus, die Raiffeisen mit der aktuellen Pandemie verbinden: Solidarität, Individualität und Schutz“, listet Hermann auf.

Oberbürgermeister Jan Einig begrüßt die Aktion der Künstler. „Sie greifen ein wichtiges Thema auf, stellen es in einen historischen Zusammenhang und rufen zu solidarischem Handeln auf. Und bereiten das alles zudem visuell attraktiv auf.“ Petra Neuendorf, die Leiterin des Amts für Stadtmarketing, war von dem Projekt von Beginn an begeistert. „Das ist eine frische Herangehensweise, die bei allem Ernst der Situation, doch auch ein gewisses Maß an spielerischem Element aufweist. Das tut in diesen ernsten Zeiten gut.“

Auch die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft will den Bürgern Mut machen und hat die Reihe „Zuversicht mit Raiffeisen“ gestartet. Sie sammelt Sätze, Zitate, Fotos und Videos, die Zuversicht verbreiten sollen und bittet die Bevölkerung um Teilnahme. Die Beiträge können per E-Mail an die folgende Adresse gesendet werden: stefan.zowislo@raiffeisen-gesellschaft.de. Die Raiffeisen-Gesellschaft veröffentlicht sie dann auf ihren Social-Media-Kanälen.