05.08.2022 11:09 Alter: 13 days

„creole sommer“: Gypsy-Swing und Balkan-Beats - Drei Bands spielen an drei Tagen in den Goethe-Anlagen

Von: Pressebüro Stadt Neuwied

Die Marion & Sobo Band ist ein international besetztes Ensemble aus Bonn. (c)AlessandroDeMatteis

Skupa reisen aus Bremen an und haben sich vor allem osteuropäischer Musik verschrieben.

Malaka Hostel aus Freiburg servieren „Global umpa“.(c) Mischa Kuehmstedt - Awareness Of Life Photography

Neuwied ist seit jeher Treffpunkt unterschiedlichster Kulturen. Da passt es bestens ins Bild, wenn an drei Tagen Ende August hier wieder der „creole sommer“ in den Goethe-Anlagen gefeiert wird. Diese kostenfreie Veranstaltungsreihe der Stadt ist Spiegelbild ihrer heutigen multikulturellen Gesellschaft, die „creole“ Musik lebt von der kreativen Vermischung unterschiedlichster Einflüsse und Kulturen. Sie zeigt so, wie scheinbar Fremdes nicht nur miteinander harmonieren, sondern etwas Neues erschaffen kann.

Vom 26. bis 28. August sehen die herrlichen Goethe-Anlagen am Rheinufer drei Konzerte mit Musikern, die ihre Heimat in Deutschland haben, aber aus den  unterschiedlichsten Ländern stammen. Sie servieren im Schatten der Raiffeisenbrücke und des Pegelturms ein vielfältiges Programm verschiedener Genres. Der Eintritt ist wie immer frei.

Als erste Band reist am Freitag, 26. August, 20 Uhr, die Marion & Sobo Band an; ein international besetztes Ensemble aus Bonn, das schon vor vier Jahren das Neuwieder Publikum begeisterte. Die Gruppe verbindet Elemente der World Music und des Jazz mit Chanson und kreiert so einen modernen Gypsy-Jazz eigener Prägung. Das Quintett um die franko-amerikanische Sängerin Marion Lenfant-Preus und den polnischen Gitarristen „Sobo“ (Alexander Sobocinski) feiert kulturelle Vielfalt - nicht zuletzt durch Songs, deren Texte in sechs Sprachen gesungen werden. Die Musiker spielen und singen mit viel Charme, Humor und Leichtigkeit für ein generationsübergreifendes Publikum.

Skupa, eine kürzlich zum Quintett erweiterte Band aus Bremen, gastiert am Samstag, 27. August, 20 Uhr, in den Goethe-Anlagen. Ihr Haupteinfluss ist die Musik Osteuropas. Doch die interpretiert das Ensemble recht frei – dank der unterschiedlichen musikalischen Präferenzen der Musiker, die sich zu Skupa zusammengetan haben. So entstehen mitreißende Arrangements im Spannungsfeld von Balkan -, Jazz -, Flamenco - Musik und freien Improvisationen. Energiegeladene Rhythmik variiert mit getragenen, seelenvollen Passagen, auf warme Töne folgen schräge Sounds. Das alles präsentiert Skupa mit überschäumender Spielfreude. 

„Global umpa“ nennen die Musiker des Malaka Hostel ihren frisch-frechen Stilmix. Was sich dahinter verbirgt, erfährt das Publikum am Sonntag, 28. August, ab 13 Uhr. Sie singen auf Spanisch, Deutsch, Tschechisch oder Englisch, ihre „World Language” ist die Musik. Kennengelernt haben sich die Weltenbummler in Freiburg. Folkloristisches, egal ob vom Balkan oder aus den Anden, findet seinen Platz in den Malaka Hostel-Arrangements – stets getragen von groovenden Beats, über die die aus Trompete und Mundharmonika bestehende Brass-Section lossprudelt. Da finden Ska, Polka, Balkan-Beats und Rockriffs genauso gut zusammen wie Gipsy-Swing, Folk oder griechischer Rebetiko.

Für Speisen und Getränke ist in den Goethe-Anlagen ebenfalls gesorgt. Dem Anlass entsprechend bietet Don Terrino kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt.