10.08.2022 11:12 Alter: 53 days

Ausstellung widmet sich dem Design im Wandel der Zeit - Stadtgalerie Mennonitenkirche zeigt ab 2. September bedeutende Exponate

Von: Pressebüro Stadt Neuwied

Schaukelstuhl Cooper + MR 10 Mies van der Rohe1; Copyright Arndt Sauerbrunn

ZigZag + Panton; Copyright Arndt Sauerbrunn

Eine historische Postkarte zeigt die im Bauhaus-Stil errichtete Neuwieder Deichkrone.

„Design im Wandel der Zeit“: Diese hochinteressante Ausstellung in der Stadtgalerie Mennonitenkirche ist nun ab dem 2. September zu sehen. Corona hatte den ursprünglichen Start am 28. Juli verhindert. Der bekannte Kunsthistoriker, Restaurator, Kunstsammler und -händler Sebastian Jacobi hat in dieser Ausstellung einen rund drei Jahrhunderte langen Zeitraum unter die Lupe genommen.

„Kunst- und Designgeschichte kreist um das Vergangene, das Fremde und das Zeitgenössische“, hebt Jacobi hervor, der in Bad Ems ein einzigartiges Archiv besitzt. „In dieser Geschichte verschwinden Dinge, verändern sich oder entwickeln sich weiter.“ Alle Kreativität entsteht laut Jacobi aus der Beobachtung der eigenen und anderer Kulturen. Neue Technologien oder Materialien können dabei einst Visionäres wahr werden lassen. Vor allem die Gestaltung von Möbeln fasziniert Jacobi.  

Weltberühmte Exponate stehen in der Ausstellung weniger bekannten Objekten gegenüber und laden zum Vergleichen, bestenfalls zum Staunen ein. Neben Objekten aus Jacobis Sammlung hat Galerieleiterin Benita Roos unter anderem  Leihgaben vom Vitra Design Museum Weil am Rhein, vom Landesmuseum Koblenz (GdKE),  der Mono GmbH und von Neuwieder Sammlern erhalten. „Wir stellen historische Designobjekte gegen moderne, um Konstanten und Entwicklungen aufzuzeigen“, erklärt Roos. Dabei spielt auch die Deichkrone eine Rolle. Dieses das Stadtbild prägende Gebäude ist klar vom Geist des Bauhaus inspiriert. Während seiner Bauzeit hat der bekannte Architekt und Designer Mies van der Rohe einen seiner bekanntesten Stühle entworfen.

Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden Exponate, die über 150 Jahre hinweg im heutigen Rheinland-Pfalz entstanden sind und zu ihrer Zeit in der ganzen Welt bewundert wurden. Heute sind sie zum Teil vergessen oder in den berühmtesten Museen der Welt zu sehen.

Zur Ausstellung, die bis zum 30. Dezember zu sehen ist, gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm. So finden an den Sonntagen 18. September, 2. Oktober, 6. November und 4. Dezember jeweils um 14 Uhr Führungen statt.

Interessierte melden sich unter der E-Mail stadtgalerie@neuwied.de an. Zudem stehen zwei Filmvorträge auf dem Programm.  „Ein Stuhl geht um die Welt – Michael Thonet aus Boppard“ heißt ein Film von Utz Kastenholz, der am Donnerstag, 8. September, 19 Uhr, gezeigt wird. Kurator Sebastian Jacobi wird an dem Abend anwesend sein, um noch detailliertere Informationen zu geben und Hintergründe zu beleuchten.

Die aus Neuwied stammende Filmemacherin Sigrid Faltin präsentiert am Donnerstag, 22. September, 19 Uhr, ihren Film „Frank Lloyd Wright – Der Phönix aus der Asche“. Faltin hat für ein Buchprojekt, in dem auch das Guggenheim Museum  in New York eine große Rolle spielt,  über den Architekten Frank Lloyd Wright geforscht. Auch sie wird ihren Film mit Hintergrundwissen bereichern. Das weitere Beiprogramm wird in den städtischen Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

Die Öffnungszeiten der Stadtgalerie Mennonitenkirche an der Schlossstraße 2 sind: Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 12 bis 18 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung. Infos unter Telefon 02631 206 87 (Galerie) oder 02631 802 494 (Büro), E-Mail stadtgalerie@neuwied.de. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 4,50 Euro, Kinder ab 12 Jahren zahlen 2 Euro. Weitere Infos im Internet unter www.neuwied.de/galerie.html.