24.05.2022 16:20 Alter: 36 days

Minski präsentiert Unterhaltung mit Niveau - Juni-Programm geprägt von packenden Dokumentarfilmen

Von: Pressebüro Stadt Neuwied

Das vielfach vom Land ausgezeichnete Programmkino Minski, eine Kooperation zwischen dem städtischen Jugendamt, der Volkshochschule der Stadt Neuwied und dem Filmtheaterbetrieb Weiler, hat auch für Juni eine abwechslungsreiche Auswahl aktueller in- und ausländischer Produktionen getroffen. Sie sind jeweils mittwochs ab 20 Uhr in  der „Schauburg“, Dierdorfer Straße 2/Ecke Heddesdorfer Straße, zu sehen. 

Im Mittelpunkt des Juni-Programms stehen hochinteressante Dokumentarfilme. Es beginnt am 1. Juli mit „Be natural“, einer US-amerikanischen Dokumentation aus dem Jahr 2019 über die Filmpionierin Alice Guy-Blaché. Sie hat nach ihrem ersten Film im Jahr 1896 rund 1000 weitere als Regisseurin, Autorin, Produzentin oder Cutterin realisiert, wurde jedoch von der Filmwissenschaft sträflich missachtet. Der Film der Regisseurin Pamela B. Green läuft als gemeinsamer Vorschlag der städtischen Gleichstellungsbeauftragten und des Minski-Teams.

Mit „Der Schneeleopard“ wird am 8. Juni ein Besucherwunsch gezeigt. Fotograf Vincent Munier und Reiseschriftsteller Sylvain Tessen gehen in Tibet auf die Suche nach Schneeleoparden, die zu den bedrohtesten Arten der Welt gehören. Die Suche nach dem Tier wird zu einer Reise ins eigene Ich. Der Film besticht durch großartige Bilder von Flora und Fauna des tibetischen Hochlands. Regie in dem 2021 realisierten französischen Streifen führten Marie Amiguet und Vincent Munier

Das Prädikat „besonders wertvoll“ erhielt der Film „In Liebe lassen“,  der am 15. Juni im Minski läuft. Die französische-belgische Koproduktion von 2021 (Regie Emanuelle Bercot) schildert die Geschichte eines 40-jährigen Schauspielers, der sich  weigert eine Krebs-Diagnose zu akzeptieren. Noch problematischer ist dies für dessen Mutter (gespielt von Catherine Deneuve). Beide erleben eine emotionale Achterbahnfahrt.  Der emphatische Arzt Dr. Eddé versucht zu vermitteln.

Auch „Das Land meines Vaters“ (2019) ist eine Zusammenarbeit von Franzosen und Belgiern. Er ist am 22. Juni zu sehen. Regie führte Edouard Bergeon. Der Film zeichnet auf eindringliche Weise das Portrait einer zeitgenössischen Bauernfamilie, die sich zwischen Arbeitsalltag, den von der Agrarindustrie mitverschuldeten Zwängen und nicht ausbleibenden Familienkonflikten zurecht finden muss.
Vor allem Sportfans kommen am 29. Juni voll auf ihre Kosten, wenn „King Richard“ (USA 2021, Regie: Reinaldo Marcus Green) auf dem Programm steht. Richard Williams hat eine Vision. Seine beiden Töchter Venus und Serena sollen einmal sehr erfolgreiche Tennisprofis werden, um der Familie ein besseres Leben zu garantieren. So stehen bereits im Vorschulalter intensive Trainingsstunden auf dem Plan. Der Film bietet eine spannende Mischung aus Biopic und Sportfilm. Er lebt vor allem von den intensiven darstellerischen Leistungen. Will Smith erhielt dafür in diesem Jahr einen Oscar. Wegen Überlänge 1 Euro Aufschlag.

Kinokarten zum Preis von 7, ermäßigt 4 Euro können über eine Online-Buchung zur Sitzplatzreservierung auf www.kinoneuwied.de erworben oder an der Abendkasse gekauft werden. Kritik, Anregung, Filmvorschläge und Anfragen für Sondervorführungen, z. B. für Schulen, nimmt Michael Mertes vom Stadtjugendamt entgegen, Telefon 02631 802 366.