Engel der Kulturen-Friedensweg am 18. Juli 2014

Engel der Kulturen - Kunstprojekt der Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich zur Förderung der interreligiösen/ interkulturellen Begegnung

Die Kunstaktion findet an diesem Tag ab 16:15 Uhr in Verbindung mit dem interreligiösen Friedensweg statt.  An verschiedenen Stationen (am Schloss, der Mennonitenkirche und der Synagogen-Gedenkstätte) und aus verschiedenen Perspektiven werden Geschichten um Frieden und Freiheit von Neuwieder/inne/n vorgetragen und begleitet von gemeinschaftlichen Handlungen im Zeichen Engel der Kulturen. Zur nachhaltigen Erinnerung wird das Symbol als Bodenintarsie auf der Kreuzung Mittelstraße/ Engerser Straße feierlich eingelassen und ein weiteres gemeinsam mit dem Schneidbrenner für die nächste Stadt hergestellt. 

Wir leben in einer Welt.
Wir lassen einander zu und geben uns  gegenseitig Raum zur Entfaltung.
Mitmenschlichkeit und Achtung vor der Schöpfung prägen die von allen gebildete Mitte.
Wir sind einander verbunden und werden nur gemeinsam und friedlich die Zukunft gestalten können.


Engel der Kulturen übersetzt den von verschiedenen Gruppen der Gesellschaft und Religionsgemeinschaften geführten Dialog in ein klares Bild und regt zum gemeinschaftlichen Handeln an. Das im Mittelpunkt stehende Zeichen, in dessen Innerem sich unbeabsichtigt die Gestalt eines Engels zeigt, wird in Form von Kunstaktionen in die Öffentlichkeit gebracht.
Eine dieser Aktionen ist ein Gang mit der 1,50 m großen Skulptur zu Glaubenseinrichtungen der verschiedenen Religionsgemeinschaften, Gedenkstätten und öffentlichen Einrichtungen, wo jeweils ein Sandabdruck des Engels erzeugt wird. Nachdem die dauerhafte Bodenintarsie an einem öffentlichkeits-wirksamen Ort in der Stadt verlegt ist, wird die Intarsie mit den Anwesenden für den nächsten Verlegeort hergestellt. Die Intarsie für Neuwied entsteht am 4. Juli in Hamburg, die in Neuwied entstehende wird am 31. August in Rheda-Wiedenbrück verlegt. Auf diese Weise werden alle teilnehmenden Städte symbolisch verbunden.
Die beim Ausbrennen ebenfalls entstehenden inneren Formen - am Rand Ort und Datum der Entstehung eingeprägt - werden liegend aufeinander geschichtet und bilden die stetig wachsende Engel der Kulturen-Friedenssäule, die eines Tages in Jerusalem zur Aufstellung kommen soll, um zu dokumentieren, wie viele Menschen durch die Mitwirkung an diesen Kunstaktionen ihren entschiedenen Willen bekunden, für ein friedliches Zusammenleben aller Kulturen einzutreten. Auf diese Weise formt sich eine soziale Skulptur, die den Wunsch nach einem respektvollen Miteinander  zum Ausdruck bringt und fremdenfeindlichen, antisemitischen und islamophoben Tendenzen entgegenwirkt. Die Bildhaftigkeit dieser Aktionen soll sowohl den Gedanken der Verpflichtung zum Frieden berührbar und erkennbar machen als auch die Menschen mitnehmen und ständig erinnern.

©Carmen Dietrich und Gregor Merten


Für weitere Informationen:
www.engel-der-kulturen.de