Das gesamtstädtische Radverkehrs-Konzept

Der Stadtrat Neuwied hat in seiner Sitzung am 21.08.2008 ein gesamtstädtisches Radverkehrskonzept als Leitlinie für bauliche oder sonstige Maßnahmen, die dem Radverkehr dienen sollen, beschlossen. Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld dieses Konzept erarbeitet, das in seinen wesentlichen Bestandteilen hier eingesehen werden kann. Kernstück ist ein gesamtstädtischer Netzplan, auf dem die wichtigsten angenommenen Wege von Radfahrern als Routen dargestellt sind. Der Netzplan unterscheidet vor allem zwischen Routen des großräumigen Radwegenetzes Rheinland-Pfalz sowie zwischen den städtischen Haupt- und Sammelrouten des Radverkehrs. Das großräumige Radwegenetz ist eine Vorgabe des Landes für Strecken, die über die jeweiligen Gemeindegebiete hinausgehen (z.B. der Rhein-Radweg), das hier nachrichtlich übernommen worden ist. Hauptrouten stellen die Verbindungen der großen Stadtteile untereinander dar (z.B. zwischen Heimbach-Weis und Niederbieber), während Sammelrouten die kleineren Stadtteile und Siedlungsbereiche anschließen. Dabei ist zu beachten, dass Routen nicht mit baulich angelegten Radwegen gleichzusetzen sind. Routen führen beispielsweise auch über wenig befahrene Anliegerstraßen, auf denen Radfahrer auch heute schon problemlos fahren können.

Für die oben genannten Routen ist im weiteren eine Bewertung des Handlungsbedarfs durchgeführt worden. Kriterien waren das Fehlen von Radwegen (sofern im Einzelfall notwendig), der Zustand vorhandener Radwege sowie die Fahrbahnqualität sonstiger berührter Straßen und Wege. Alle Abschnitte sind darauf basierend entweder einem hohem, mittlerem oder geringem Handlungsbedarf zugeordnet worden, wobei für Sammelrouten generell ein weniger hoher Handlungsbedarf angenommen wurde. Teilweise bezieht sich ein Handlungsbedarf auf Landes- oder Kreisstraßen, für deren Ausbau die Stadt nicht zuständig ist. Auf dieser Grundlage sind im Rahmen des o.g. Stadtratsbeschluss die folgenden drei Abschnitte ausgewählt worden, die vordringlich ausgebaut werden sollen:

a) Neubau eines einseitigen baulich getrennten Radwegs an der Andernacher Straße - Abschnitt etwa von Kaufland bis Einmündung Dierdorfer Straße
b) Entsprechender Ausbau an den übrigen Abschnitten der Andernacher Straße
c) Ausbau Wirtschaftsweg zwischen Torney und Gladbach

Im letzten hier einsehbaren Plan sind Routen dargestellt, die nach und nach mit einer speziell auf Radfahrer zugeschnittenen Wegweisung ausgestattet werden sollen, wie sie bereits entlang des Rheinufers besteht. Aus dem oben beschriebenen Gesamtnetz ist hierfür nochmals eine Auswahl von Strecken getroffen worden, die z.B. Ortsunkundige aus der Region oder Gelegenheitsradfahrer aus Neuwied zu den wichtigsten Zielen leiten kann. Auch für die Wegweisung sind gemäß dem Stadtratsbeschluss einzelne Strecken ausgewählt worden, die vordringlich gekennzeichnet werden sollen:

a) Route Rheinufer - Block - Heimbach-Weis - Anhausen und weiter in Richtung Westerwald
b) Ergänzung und Fortschreibung der zum Teil vorhandenen Limes-Radroute-Wegweisung

Ansprechpartner für das Konzept und allgemeine Fragen zum Radverkehr

Stadtbauamt - Planungsabteilung
Engerser Landstr. 17, 56564 Neuwied

Theo Winkelmann, Zi. 258
Tel.-Nr. 02631/802-623, Fax 802-610
theo.winkelmann@neuwied.de
Reiner Geisen (Abteilungsleiter), Zi. 253
Tel.-Nr. 02631/802-601, Fax s.o.
reiner.geisen@neuwied.de

Ansprechpartner für konkrete Bauvorhaben

Stadtbauamt - Straßen- und Tiefbauabteilung
Adresse s.o.

Utta Theis, Zi. 256
Tel.-Nr. 02631/802-624, Fax s.o.
utta.theis@neuwied.de