Bürgerinformation Wettbewerb Marktplatz Neuwied am 20. Juni 2018 im Cafe Auszeit

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Knapp 1 Jahr nach der Bürgerwerkstatt 2017, in der die Wünsche der Neuwieder Bürgerinnen und Bürger für eine Neugestaltung des Marktplat-zes gesammelt wurden, fand am Mittwoch den 20.06.2018 im Café Aus-zeit eine weitere Bürgerinformation zum Ergebnis des Wettbewerbs statt. Gut 80 Personen, auch einige Stadtverordnete, waren gekommen um sich das Wettbewerbsverfahren und den 1. Preis noch einmal gründlich erläu-tern zu lassen. Am Ende gab es große Zufriedenheit. Mehr als die Hälfte der Besucherinnen und Besucher glaubt, dass die Umsetzung des 1. Prei-ses aus dem Wettbewerb eine gute Lösung für den Marktplatz bringen wird.

Abbildung 1: Viele Interessierte waren auch am 20. Juni 2018 zur Informationsveranstaltung
gekommen

Oberbürgermeister Jan Einig gab in seiner Begrüßung ein Statement für den 1. Preis ab, von dem er glaubt, dass er eine sehr gute Lösung für den Platz bedeutet.

In der Veranstaltung gab es danach zunächst eine Einführung zu den Regeln eines Wettbewerbsverfahrens. Dann berichtete der Vorsitzende des Preisgerichts Friedhelm Terfrüchte über die Entscheidungsfindung im fachlich hochkarätig besetzten Preisgericht und lobte die Stadt Neuwied für ihre gute Planungskultur. Die drei Bürgervertreter im Preisgericht, von denen sich zwei für den ersten Preis aussprachen und einer erklärte, dass er für einen anderen Entwurf gewesen sei, spiegelten die ganz unter-schiedlichen Sichtweisen der Bürgerschaft wider. Insbesondere von einer Anwohnerin wurde noch einmal betont, dass der Verlust der alten Linden zu Herzen gehe. Das Büro RMP wurde gebeten, doch sehr genau zu prüfen, welche Bäume erhalten werden können.

Dann erläuterte Joachim Evers, der Vertreter des Büros RMP- Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten detailliert den 1. Preis. In seinem Vortrag ging er vor allem darauf ein, wie das Büro die Aufgabenstellung der Wettbewerbsauslobung, in die auch die Anforderungen aus der Bürgerbeteiligung eingegangen sind, interpretiert und umgesetzt hat.

Und er zeigte auch, dass es vielleicht doch eine Möglichkeit gibt, 3 vorhandene Bäume zu erhalten. Allerdings erklärte er auch, welchen Auf-wand es bedeutet, wenn man bei einem Platzumbau, bei dem alles aufgerissen wird, alte Bäume erhalten will.

In der anschließenden Diskussion wurden Fragen gestellt, Bedenken geäußert und neue Ideen eingebracht. Neue Gastronomie am Platz wurde in Zweifel gezogen, die Notwendigkeit einer Verkehrsberuhigung hervorgehoben. Das kann allerdings nur schrittweise im Zuge einer gesamtstädtischen Verkehrsplanung erfolgen, wie Oberbürgermeister Einig betonte. Man werde jetzt erst einmal mit der Verbesserung des Marktplatzes beginnen.

Landschaftsarchitekt Evers wies zum Abschluss noch einmal darauf hin, dass man ganz am Anfang der Planung stehe. Eine Entscheidung für eine Baumart sei noch nicht erfolgt. Er zeigte große Bereitschaft, auch in der Phase der Entwurfsplanung mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren.

Abschließend gab Herr Steuler, der Leiter des Planungsamtes, noch einen Ausblick auf das weitere Verfahren. Zunächst muss mit dem Büro über die Kosten der Entwurfsplanung verhandelt werden, bevor eine Vorlage für den Planungsausschuss erarbeitet werden kann. Dieser muss zustimmen, bevor mit der weiteren Planung begonnen werden kann.

Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger verließ das Café Auszeit mit dem Gefühl, den Entwurf für den Platz nun viel besser verstanden zu haben. Die abschließende Frage, ob die Umsetzung des 1. Preises ein gute Lösung für den Marktplatz bringen wird, wurde von vielen 100-50%ig unterstützt.

Abbildung 2: Rückmeldung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer