Mittwoch, 25. September, 20 Uhr:

Female Pleasure

Ein wichtiger und mutmachender Film

In diesem wichtigen und sehenswerten Film berichten fünf Frauen aus unterschiedlichen Weltkulturen über ihren steinigen Weg, sich von leib- und frauenfeindlichen Vorstellungen zu befreien, wie sie in deren jeweiligen Traditionen und Religion begründet sind. Dabei werden weibliche Sexualität verteufelt und Doppelmoral zum Vorteil von Männern umgedeutet. Diese Strukturen einer Zweiklassen-Gesellschaft von Mann und Frau finden sich sowohl im Christentum, Judenturm, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Die Protagonistinnen dieses Films brechen aus diesen Strukturen aus und fordern zu einer intensiven gesellschaftlichen Debatte auf. Der Film wurde auf dem DOK Leipzig im vergangenen Jahr ausgezeichnet. 

Wir zeigen diesen Film im Rahmen der Interkulturellen Wochen. 

Schweiz/Deutschland 2018 / Regie: Barbara Miller
Darsteller: Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner, Vithika Yadav

Ende ca. 22.20 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 2. Oktober, 20 Uhr:

Adam und Evelyn

Gemeinsamer Vorschlag der Gleichstellungsbeauftragten und des „MinsKi-Teams”: 

Der Film nach dem gleichnamigen Roman von Ingo Schulze handelt von einem Paar, dass in den letzten Wochen der DDR vor einer schicksalhaften Entscheidung steht. Im Sommer des Jahres 1989 leben Adam und Evelyn in der ostdeutschen Provinz, er arbeitet als Fotograf und Schneider, sie als Kellnerin. Als Evelyn ihn in einer intimen Situation mit einer Kundin überrascht, fühlt sie sich verraten und fährt mit ihrer Freundin statt mit Adam in die Ferien nach Ungarn. Adam fährt den beiden hinterher, um mit Evelyn wieder zusammen zu kommen. Schließlich landen sie in Österreich, danach in Westdeutschland. Während Evelyn Hoffnung und Zuversicht spürt, sieht Adam einem Neustart im Westen skeptisch entgegen. Der Film lebt ganz von den widersprüchlichen Gefühlen der beiden Hauptfiguren, die sich in einem Ausnahmezustand befinden, hin- und hergerissen zwischen Entschlossenheit, Neubeginn und Verlust, zwischen Ost und West. 

Deutschland 2018 / Buch: Andreas Goldstein, Jakobine Motz  Regie: Andreas Goldstein
Darsteller: Florian Techtmeister, Anne Kanis, Lena Lauzemis, Milian Zerzawy, Christin Alexandrow 

Ende ca. 22.05 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 9. Oktober, 20 Uhr:

Das Familienfoto

Die Geschwister Gabrielle, Elsa und Mao sind von Grund auf verschieden und haben sehr unterschiedliche Lebenswege hinter sich, als sie nach dem Tod des Großvaters versuchen, sich abwechselnd um ihre demente Großmutter Mamie zu kümmern. Sie und ihre Eltern sind gezwungen sich zusammenzuraufen, denn alleine kann die alte Dame nicht bleiben. Aber welche Lösung für sie finden, wenn schon in ihrem jeweiligen eigenen Leben Chaos herrscht? Und Omas geäußerter Wunsch „Ich möchte nach Saint-Julien!“, einem Sehnsuchtsort, gibt der Familie ein zusätzliches Rätsel auf. Die Regisseurin Cécilia Rouaud inszeniert in ihrer Ensemblekomödie die Widerannäherung eines zerstrittenen Familienverbandes mit einem perfekten Ton für Leichtigkeit und Tragik. 

Frankreich 2018 / Buch/Regie: Cécilia Rouaud
Darsteller: Vanessa Paradis, Pierre Deladonschamps, Camille Cottin, Jean-Pierre Bacri, Chantal Lauby, Claudette Walker

Ende ca. 22.00 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 16. Oktober, 20 Uhr:

Die Kandidaten

In Anwesenheit des Regisseurs Michael Schwarz und David Dietz 

Wenn bei einer Bundestagswahl um 18 Uhr die Wahllokale schließen und die ersten Prognosen im Fernsehen aufleuchten, dann ist der Wahlkampf vorbei. Vorher wurden jedoch viele Wahlkampfreden gehalten, Interviews gegeben, an Türen geklingelt, Plakate geklebt, unzählige Hände geschüttelt und auch Sprüche geklopft. Dies vor allen Dingen von den Politikern, die die Basis bilden. Um sechs junge Politiker aus Rheinland-Pfalz geht es in dem Dokumentarfilm von Michael Schwarz und Alexander Griesser, die sie in ihrem Bundestagswahlkampf 2017 begleitet haben, und der zeigt, wie mühsam das Buhlen um die Wählergunst sein kann. Michael Schwarz hält sich dabei wohltuend zurück und ist immer ganz nah an den Politikern. Dabei schildert der Film die Mühen und Anstrengungen des Wahlkampf weit ab von Berlin, enthält aber auch Momente, die zum Schmunzeln, Staunen und Nachdenken anregen und zeigt, dass Politik in gewisser Weise auch ein Zirkus ist, bei dem um die Gunst eines jeden einzelnen gekämpft wird. 

Der Regisseur Michael Schwarz und David Dietz stehen im Anschluss für ein Filmgespräch zu Verfügung. 

Deutschland 2018 / Buch und Regie:  Michael Schwarz
Darsteller: Jan Metzler, Thomas Hitschler, David Dietz, Misbah Khan, Max Keck, Sebastian Münzenmaier

Ende ca. 22.15 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 23. Oktober, 20 Uhr:

Drei von Sinnen

Der Film handelt von einem Experiment dreier Freunde, die sich auf eine Reise zur französischen Atlantikküste begeben, ohne Sinne. Heißt: einer von Ihnen darf jeweils nichts hören, nichts sagen oder sehen. Jeweils nach einer Woche tauschen die drei Freunde dann ihre Handicaps. In diesem herausfordernden Experiment wird die Freundschaft und das gegenseitige Vertrauen auf die Probe gestellt, denn die eingeschränkten Möglichkeiten der Kommunikation stellen sie immer vor neue Aufgaben. „Drei von Sinnen zeigt, wie schwer es ist trotz der Einschränkungen seinen Alltag zu bewältigen und sei es bei einer Reise vom Bodensee an den Atlantik. Spannend ist zu sehen, wie sie die Probleme gemeinschaftlich angehen. Diesen Film zeigen wir in Kooperation mit dem Verein zur Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder e. V. (VBBSK), der in diesem Jahr sein 50 jähriges Bestehen feiert.

Deutschland 2016 / Buch und Regie: Kerim Kortel
Darsteller: Bart Bouman, David Stumpp, Jakob von Gizycki

Ende ca. 21.55 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 30. Oktober, 20 Uhr:

Made in China

Der 30 jährige Fotograf Francois mit asiatischen Wurzeln hat seit einem schlimmen Streit mit seinem Vater seit über 10 Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Familie und leugnet zudem seine Herkunft. Als er jedoch von seiner Freundin Sophie erfährt, dass er demnächst Vater wird, beschließt er den Kontakt seinem zukünftigen Kind zuliebe zur Familie und deren Traditionen wieder herzustellen. Er wagt sich mit seinem besten Freund in das “Chinatown” von Paris. Sein Freund verliebt sich in Francois’ Fast-Cousine und stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste. Francois wird von den meisten Mitgliedern seiner Familie mit offenen Armen aufgenommen, nur sein Vater und Bruder, den er kaum kennt, weigern sich zunächst massiv. Fancois muss erkennen, dass seine geplante Familienzusammenführung nicht so einfach ist, wie erhofft. Der Film spielt dabei geschickt mit der doppelten kulturellen Identität der in Frankreich lebenden Gemeinschaft. Ein unterhaltsamer Film. 

Frankreich 2019 / Buch: Frédéric Chau, Kamel Guemra, Julien Abraham  Regie: Julien Abraham
Darsteller: Fréderic Chau, Medi Sasdoun, Julie De bona, Steve Tran

Ende ca. 21.55 Uhr
Frei ab 6 Jahren