Mittwoch, 22. Mai, 20 Uhr:

Trautmann

Präsikat besonders wertvoll

Der 17-jährige Bernd Trautmann wird in die Wehrmacht eingezogen und gerät Endes des Zweiten Weltkrieges in der Nähe von Manchester in britische Kriegsgefangenschaft. Bei Fußballspielen, die die Gefangenen dort veranstalteten, fällt er dem Trainer des kleinen Vereins St. Helens, Jack Friar, auf. Er erkennt das große Talent Trautmanns als Torwart und engagiert ihn für seine Mannschaft. Obwohl er sich in die Tochter seines Trainers verliebt, bleibt er nicht lange bei dem kleinen Verein und wird von Manchester City als Keeper verpflichtet. Dies wird jedoch mit Entrüstung quittiert, da Trautmann zu den ehemaligen Feinden gehört. Erst während des FA-Cup-Finals 1956 gelingt es dem deutschen Torwart, die Herzen der Fans zu erobern. Trautmann wurde nicht nur zu einer Fußball-Legende, sondern auch zu einem Symbol für die Versöhnung zwischen Deutschland und Großbritannien. Marcus H. Rosenmüller, der Bernd Trautmann noch vor dessen Tod mehrmals getroffen hat, schildert die spannende Lebensgeschichte eines Ausnahmesportlers als bewegendes Melodram. Ein sehenswerte Film- nicht nur für Fußballfans. 

Deutschland/Großbritannien/Irland 2018 / Regie: Marcus H. Rosenmüller
Darsteller: David Kross, Freya Mavor, John Henshaw, Harry Melling, Gary Lewis, Chloe Harris

Ende ca. 22.10 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 29. Mai, 20 Uhr:

Vorhang auf für Cyrano

Die Geschichte des Films spielt im Jahr 1897. Der junge Bühnenautor Edmond Rostand ist ein wahres Genie, doch seine Bühnenstücke stellen sich letzlich als finanzielle Flops heraus. So ist es nicht verwunderlich, dass nicht nur seine Inspiration, sondern auch die Familienkasse in arge Mitleidenschaft gezogen werden. Als ihm jedoch eine Freundin den berühmten Komödianten Constand Coquelin vorstellt, ändert sich das Blatt. Denn der will unbedingt in dem nächsten Stück die Hauptrolle übernehmen. Wäre da nur nicht das Problem, dass Edmont bis auf den Titel “Cyrano de Bergerac”, noch keine Zeile zu Papier gebracht hat, die Premiere jedoch in drei Wochen stattfinden soll. Der Film besticht durch seinen Wortwitz, seine komischen Momente und ist ein sehr unterhaltsamer Film über eines der größten Bühnenstücke, zudem prächtig ausgestattet. 

Frankreich/Belgien 2018 / Buch und Regie: Alexis Michalik
Darsteller: Thomas Solivérès, Mathilde Seigner, Olivier Gourmet, Tom Leeb, Lucie Boujenah

Ende ca. 22.05 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 5. Juni, 20 Uhr:

Gegen den Strom

Gemeinsamer Vorschlag der Gleichstellungsbeauftragten und des “MinsKi-Teams”:

Die Endvierzige Chorleiterin Halla führt einerseits ein besinnliches Leben andererseits ist sie als Umweltaktivistin mit strafrechtlich zweifelhaften Methoden unterwegs, da sie Stromleitungen kappt. Da das offizielle Island ihre Ansicht, dass Großkonzerne des Teufels sind, nicht teilt, ist ihr bald auch die Polizei auf den Fersen. Hilfe findet Halla bei ihrer Zwillingsschwester und ihrem Cousin Sveinbjörn. Für Halla steht jedoch vor der Frage, ob sie ihren Aktivismus unter diesen Umständen länger durchhalten kann, da in der Ukraine auch noch ein vierjähriges Mädchen wartet, von ihr adoptiert zu werden. Der Regisseur inszeniert die Geschichte als Öko-Kroteske mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor und zugleich als ernsten Krimi. 

Island, Frankreich, Ukraine 2018 / Buch: Benedikt Erlingsson, Ólafur Egill / Regie: Benedikt Er-lingsson
Darsteller: Haldòra Geiharsdóttir, Charlotte Boving, Jóhann Sigurdarson, David Pór Jónsson,  Hilmar Snaer Gudnason

Ende ca. 22.15 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 12. Juni, 20 Uhr:

Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit

Nachdem vor einigen Monate der Dokumentarfilm "RBG" über Ruth Bader Ginsberg in die Kinos kam, folgt nun ein sehenswertes Biopic über die Richterin am Supreme Court. Der Schwerpunkt des Films liegt in den juristischen Anfängen. Der Film beginnt im Jahr 1956 und zeichnet den Weg bis in die 70er Jahre nach. Als Bader Ginsberg Anfang der 70er Jahre ein Fall vor dem Berufungsgericht übernimmt, in dem einem Mann der Steuerabzug von Pflegekosten verwehrt wird, schafft sie einen Präzedenzfall, um den Weg für die Abschaffung gesetzlicher Geschlechterdiskriminierung zu ebnen. Sie findet ihre Berufung im Kampf als Frauenrechtlerin, damit der durch die Verfassung verbriefte Gleichheitsgrundsatz im alltäglichen Leben verwirklicht werden kann, denn es gibt in den USA im Jahr 1970 noch über 170 Gesetze, die zwischen den Geschlechtern unterscheiden und in der Regel Frauen benachteiligen. Der Film ist eine gute Mischung aus Biografie und Justizdrama und absolut sehenswert.

USA 2018 / Buch: Daniel Stiepleman / Regie: Mimi Leder
Darsteller: Felicity Jones, Armie Hammer, Katy Bates, Justin Theroux, Jack Reyno, Cailey Spaeny

Ende ca. 22.05 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 19. Juni, 20 Uhr:

Maria Stuart - Königin von Schottland

Maria Stuart – bereits mit 9 Monaten zur Königin von Schottland gekrönt - kehrt mit 18 Jahren nach dem Tod ihres noch jungen Ehemanns von Frankreich nach Schottland zurück, um den ihr rechtmäßig zustehenden Thron zu beanspruchen. Sie gerät dadurch in einen sich zuspitzenden Machtkampf mit der bis dahin alleinigen Herrscherin über das englische Königreich, Elisabeth I. Maria Stuart erkennt Elisabeth nicht als rechtmäßige Königin von Schottland und England an. Elisabeth fühlt sich in ihrem Machtanspruch herausgefordert, da sie ebenfalls keine Nebenbuhlerin anerkennen will. In der Folge wird beider Regentschaft durch Aufstände, Verschwörungen und Betrug bedroht. Beide sind jedoch auch voneinander fasziniert. Der Machtkampf der beiden Frauen findet in einer männerdominierten Welt statt und wir das Schicksal ihres Landes für immer verändern. Von den beiden Hauptdarstellerinnen glänzend gespielt.

USA/Großbritannien 2018 / Buch: Beau Willimon / Regie: Josie Rourke
Darsteller: Saoirse Ronan, Margot Robbie, Jack Lowden, Joe Alwyn, David Tennant, Guy Pearce, Gemma Chan, Martin Compston

Ende ca. 22.10 Uhr
Frei ab 12 Jahren


Mittwoch, 26. Juni, 20 Uhr:

Yuli

- Prädikat besonders wertvoll-

Der Film erzählt die Geschichte des afrokubanischen Ballett-Stars Carlos Acosta, der in einem bescheidenen Vorstadtviertel in Havanna aufwächst und sich auf die großen Bühnen der Welt tanzt und zum ersten schwarzen Romeo avanciert. Im Kube anfangs der 80er Jahre nennt der Afrokubaner Pedro seinen Sohn „Yuli“. Als er das Tanztalent seines Sohnes entdeckt, sieht er darin die Hoffnung auf ein besseres Leben und ein Entkommen aus den einfachen Lebensverhältnissen. Doch Yuli will lieber Fußballstar werden und hat Nichts mit klassischem Ballet im Sinn. Er kommt schließlich doch zur Nationalen Balletschule und findet dank einer verständnisvollen Lehrerin zum Tanz. Als 18-jähriger holt ihn das Royal Ballet nach London und beginnt dort eine außergewöhnliche Karriere. Der Regisseurin gelingt ein begeisternder Tanzfilm und ein spannendes Drama. Ein sehenswerter Film, nicht nur für Ballet-Fans. 

Spanien/Kuba/Großbritannien 2018 / Buch: Paul Laverty / Regie: Icíar Bollaín
Darsteller: Carlos Acosta, Santiago Alfonso, Kevyn Martínez, Edlison Manuel Olbera Núnez, Laura De la Zu, Yerlín Perez, Mario Elias

Ende ca. 21.55 Uhr
Frei ab 12 Jahren