Baulandkataster der Stadt Neuwied

Ankündigung eines Baulandkatasters

Die Stadt Neuwied beabsichtigt ein Baulandkataster zu erstellen und dieses zu jedermanns Einsicht  bereit zu halten und im Internet zu veröffentlichen.


Was ist ein Baulandkataster?

Das Baulandkataster gibt einen Überblick über verfügbare Baulandpotenziale (Baulücken) im Stadtgebiet. Diese sollen karthographisch erfasst werden.


Welche Bauflächen sollen erfasst werden?

In einem ersten Schritt sollen die unbebauten sowie nur geringfügig bebauten Grundstücke (Baulücken) erfasst werden, die sich in den Reinen und Allgemeinen Wohngebieten befinden und die nach den Festsetzungen eines Bebauungsplanes oder innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile bebaubar sind. Für diese Grundstücke muss eine ausreichende Erschließung vorhanden sein.


Warum soll ein Baulandkataster erstellt werden?

2017 wurde für die Stadt Neuwied eine Öffnet internen Link im aktuellen FensterStadtentwicklungsstrategie 2030 veröffentlicht.
In den verschiedenen stattgefundenen Workshops wurde von den Bürgerinnen und Bürgern und den politischen Vertretern festgehalten, dass eine konsequente bauliche Entwicklung im Innenbereich umgesetzt und eine Baulückenbörse eingerichtet werden soll. 

Ein Baulandkataster trägt den Vorgaben des Baugesetzbuches Rechnung, wonach mit Grund und Boden sparsam umgegangen werden soll. Es fördert die Innenentwicklung und hilft so den bestehenden Naturraum zu erhalten.


An wen richtet sich das Baulandkataster?

Das Baulandkataster ist ein Serviceangebot für Baulandsuchende.


Rechtsgrundlage

§ 200 Abs. 3 BauGB

Die Gemeinde kann sofort oder in absehbarer Zeit bebaubare Flächen in Karten oder Listen auf der Grundlage eines Lageplans erfassen, der Flur- und Flurstücksnummern, Straßennamen und Angaben zur Grundstücksgröße enthält (Baulandkataster). Sie kann die Flächen in Karten oder Listen veröffentlichen, soweit der Grundstückseigentümer nicht widersprochen hat. Die Gemeinde hat ihre Absicht zur Veröffentlichung einen Monat vorher öffentlich bekannt zu geben und dabei auf das Widerspruchsrecht der Grundstückseigentümer hinzuweisen.“


Widerspruchsrecht

Die Absicht ein Baulandkataster zu erstellen, wurde gemäß § 200 Absatz 3 Baugesetzbuch durch öffentliche Bekanntmachung am 03.02.2020 in der Rhein-Zeitung angekündigt. Leitet Herunterladen der Datei einÖffentliche Bekanntmachung

Grundstückseigentümerinnen oder Grundstückseigentümer, die eine Veröffentlichung ihrer Grundstücke oder Flächen im Baulandkataster nicht wünschen, können dies der Stadtverwaltung Neuwied, Stadtbauamt, Engerser Landstraße 17, 56564 Neuwied mitteilen. Ein Muster-Widerspruchsschreiben finden Sie hier: Muster Widerspruchsschreiben. Die Grundstücke werden dann im Baulandkataster nicht mit erfasst.


Haben Sie Fragen oder wünschen Sie einen Gesprächstermin?

Dann wenden Sie sich bitte in der Zeit vom 03.02.2020 bis 06.03.2020 telefonisch an Herrn Sascha Heimann vom Stadtbauamt Neuwied. Herr Heimann ist unter der Telefonnummer 02631 802629 wie folgt erreichbar: Montags und Dienstags in der Zeit von 13.30 bis 15.30 Uhr, Mittwochs und Donnerstags in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr.

Es wird darauf hingewiesen, dass am 24.02. und 25.02.2020 (Karneval) die Verwaltung jeweils nachmittags nicht zu erreichen ist.

Ebenso können Sie unter baulandkataster@neuwied.de mit Herrn Heimann in Verbindug treten.


Allgemeine Hinweise zum Baulandkataster

Das Baulandkataster ist ein informelles Instrument. Es werden hierdurch weder Baurechte geschaffen noch eingeschränkt oder verwehrt. Durch die Löschung eines Grundstücks aus dem Baulandkataster ändert sich der baurechtliche Status des Grundstücks nicht.

Jeder Grundstückseigentümer kann zu jeder Zeit der Aufnahme ins Baulandkataster widersprechen. Niemand ist verpflichtet, sein Grundstück zu veräußern, auch nicht, wenn es ins Baulandkataster aufgenommen ist. 

Für die im Baulandkataster veröffentlichten Daten wird von Seiten der Stadt Neuwied keine Gewährleistung für deren Richtigkeit übernommen. Weiterhin übernimmt die Stadt Neuwied keine Haftung für etwaige Aufwendungen oder Investitionen Dritter, die im Zusammenhang mit dem Baulandkataster erbracht werden.

Ob und wie die im Baulandkataster veröffentlichten Grundstücke beziehungsweise Flächen letztendlich bebaubar sind, kann im Einzelfall im Rahmen einer Bauberatung im Stadtbauamt, einer Bauvoranfrage oder eines Bauantrages geprüft werden.

Aus dem Baulandkataster lässt sich nicht ablesen, ob die jeweilige Grundstückseigentümerin beziehungsweise der jeweilige Grundstückseigentümer das im Baulandkataster gekennzeichnete Grundstück verkaufen möchte.