Festival der Currywurst

Herbert Grönemeyer hat ihr einen Song gewidmet, vom früheren Kanzler Gerhard Schröder wurde sie wärmstens empfohlen und Neuwied veranstaltet ihr zu Ehren ein Fest. Es geht um die Currywurst. Auf dem Luisenplatz in der City bringen auffällig viele Currywurst-Buden die leckere Kalorienbombe auf den Teller. Man darf gespannt sein, welche pikanten Varianten sich die Händler dazu einfallen lassen.

Termin 2019: 1. bis 3. Februar

Selbst Sterneköche huldigten dem Imbiss-Klassiker

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, drei Tage lang ein Festival für die Currywurst zu veranstalten? Zugegeben, etwas schräg ist das schon. Aber auch ziemlich erfolgreich. Und das seit mehr als zehn Jahren.

2007 lockte also das Festival der Currywurst zum ersten Mal die Besucher in Scharen in die Neuwieder City. Seinerzeit noch im Paket mit dem lautstarken und gestenreichen Auftritt einiger Marktschreier. Dieses Rahmenprogramm ist dann aber nach wenigen Jahren verschwunden, dafür zog es zusehends mehr Currywurstanbieter auf das Festival. Rekordverdächtige 40 sind es in diesem Jahr, von denen einige von weither anreisen, um bei dem Event am letzten Januar-Wochenende dabei zu sein. 

Petra Neuendorf, Leiterin des Stadtmarketings, erinnert sich noch gut, warum sie damals auf die Idee mit dem Festival der Currywurst kam. Regelmäßig häuften sich nämlich auf ihrem Schreibtisch Bewerbungen von Imbissbetreibern für die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Und genauso regelmäßig musste sie leider vielen von ihnen absagen. Denn die erfolgreichen Märkte zum Beispiel sollen halt möglichst „sortenrein“ sein. Warum also nicht einmal ein Fest, bei dem alle Imbissbetreiber mitmachen können?  Das Festival der Currywurst war geboren. „Und so mancher hielt uns anfangs schon für reichlich verrückt“, erzählt sie.

Dann übertraf aber bereits die Premiere alle Erwartungen. Was die Besucherzahl, aber auch das Medieninteresse betraf. Bundesweit wurde auf das verrückte Festival in der Stadt am Mittelrhein hingewiesen. Die witzige Idee,  aber auch der Termin im Januar, also in einer Zeit, in der „open air“ sehr wenig geboten wird, waren sicher Gründe für den Erfolg. Und nicht zu vergessen: Es ging ja um die Wurst, genau gesagt um die Currywurst. Und die hat augenscheinlich so etwas wie Kultstatus. 

Immer ausgefallener wurden im Laufe der Jahre die Rezepte. Mal asiatisch mit kalter Erdnuss-Sauce, als Döner-Variante, im Baguette mit Sauerkraut oder vegane Kreationen mit Tofu und Banane.  Für besonders Hartgesottene gibt`s ultra-scharfe Saucen und natürlich immer noch sehr beliebt ist die klassische Art der Zubereitung.