Es ist nicht nur der Ausgangspunkt der Stadtgeschichte: das Fürstlich-Wiedische Schloss. Von dort folgen Interessierte bei dieser Führung (ca. 1,5 Stunden) den jüdischen Spuren kreuz und quer durch die Neuwieder Innenstadt.
Der Startpunkt der Führung ist kein Zufall: Denn es war die Fürstenfamilie, die mit großzügigen Privilegien dafür sorgte, dass unzählige religiöse Minderheiten nach Neuwied kamen, da sie hier keine Verfolgung zu befürchten hatten. Davon profitierte auch die jüdische Gemeinde, die sich in Neuwied ansiedelte.
Vom Schloss führt der Weg zum Mahnmal, das von der ehemaligen Neuwieder Synagoge und ihrer Zerstörung im Nationalsozialismus zeugt. An die grausame Judenverfolgung während der NS-Zeit erinnern in Neuwied auch die mehr als 300 Stolpersteine. Vorbei an der Marktkirche, in der die Deutschen Christen die Oberhand hatten, endet die Führung schließlich im Herrnhuter Viertel. Dort wurden einige jüdische Mitbürger versteckt und so in Sicherheit gebracht.
Kosten:
6 Euro pro Person
4 Euro für Kinder (6 bis 14 Jahre)
Teilnehmerzahl:
Maximal 25 Personen
Anmeldung:
bis 2 Tage vorher erforderlich unter:
02631 8025555 oder tourist-information@neuwied.de
Weitere Führungen finden Sie unter: www.neuwied.de/fuehrungen