Anlässlich der Fairen Woche und der Interkulturellen Wochen zeigt das Minski-Team den Film “Made in Bangladesh”. Das Publikum wird das Drama in der Originalversion mit deutschem Untertitel sehen.
Die Filmvorführung findet in Kooperation mit der “Lokalen Agenda”, der Integrationsbeauftragten der Stadt Neuwied und dem Türkisch-Deutschen Freundschaftsverein Neuwied statt.
Zum Inhalt:
Hinter dem Begriff “Fast Fashion” verbirgt sich ein folgenschweres Phänomen: Indem große Modeketten mehrere Kollektionen im Jahr auf den Markt bringen, führen sie die Modernität und Exklusivität des letzten Designs ab absurdum. Produziert wird häufig in Billiglohnländern, wie Bangladesch, das der zweitgrößte Exporteur von Kleidung ist. Das Land erzielt damit etwa 80 Prozent seiner Exporterlöse und in der Branche arbeiten überwiegend Frauen.
Die 23-jährige Shimu arbeitet als Näherin in Dhaka, Bangladeschs Hauptstadt. Als ein Feuer in der Fabrik ausbricht, ist diese mehrere Wochen geschlossen und die Näherinnen erhalten keinen Lohn. Shimu lernt die Gewerkschafterin Nasima Apa kennen. Als sie mit Shimu und ihren Kolleginnen eine Gewerkschaft gründen will, geraten sie massiv unter Druck. Dabei geht es ihnen nicht nur um die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, sondern auch um die gesellschaftliche Stellung der Frauen.
Der Film überzeugt durch seine politische und wirtschaftliche Brisanz.
Hardfacts zum Film:
“Made in Bangladesh”
Bangladesh / Frankreich / Dänemark / Portugal 2019
Buch: Rubaiyat Hossain, Philippe Barriere
Regie: Rubaiyat Hossain
Darsteller*innen: Rikita Nandini Shimu, Novera Rahman, Parvin Paru, Mayabe Maya, Shahana Goswami, Deepanwita Martin
FSK: ab 12 Jahren
Tickets kosten 7 Euro (ermäßigt für Schüler/-innen und Inhaber JULEICA-Karte: 5 Euro) und sind an der Kinokasse oder online unter www.kinoneuwied.de erhältlich.