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Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele
Auf zur Kultursommer-Eröffnung in Neuwied!

Am letzten Aprilwochenende ist es soweit: Mit einem großen Kulturfest für die ganze Familie bei weitgehend freiem Eintritt wird bei der Eröffnung des Kultursommers Rheinland-Pfalz in Neuwied am Rhein gleichzeitig Friedrich Wilhelm Raiffeisens 200. Geburtstag (nach-)gefeiert.

Raiffeisen, geboren am 30. März 1818 in Hamm/Sieg und einstmals Bürgermeister von Neuwied-Heddesdorf, war eine faszinierende Persönlichkeit: Seine Genossenschaftsidee und die konkrete Hilfe, die seine Maßnahmen vielen Menschen brachten, machen ihn zu einem noch heute weltweit geschätzten Vorbild.

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ – dieser Satz wird Raiffeisen zugeschrieben. Seine Bedeutung wird vom 27. bis zum 29. April mit den Mitteln von Kunst und Kultur, mit Tanz, Theater, Artistik, Musik, Literatur und vielen Mitmachaktionen in der Innenstadt von Neuwied (rund um den Luisenplatz) sichtbar und vor allem erlebbar gemacht.

Und das Beste daran: Alle können mitmachen! 

Gemeinschaftlich geht es an den Bau eines bis zu 20 Meter hohen Gebäudes aus Karton – nach dem Konzept und unter Anleitung des Künstlers OLIVIER GROSSETÊTE ohne die Hilfe von Maschinen und nur mit den eigenen Händen. Bei der Mal-Aktion „Wie bunt ist Neuwied?“ können auch schon die Kleinen dabei sein. Und wenn es um Brotbacken wie zu Raiffeisens Zeiten geht, haben alle ihren Spaß und noch ein leckeres Ergebnis. N.U.UNRUH, Percussionist und Gründungsmitglied der legendären Band Einstürzende Neubauten, hat rund 100 Trommeln dabei und lädt zu „Beating the Drum“ ein – ein geräuschvolles Gemeinschaftserlebnis.

Der Gala-Abend für Friedrich Wilhelm Raiffeisen am Samstag ist gleichzeitig die offizielle Eröffnung des Kultursommers 2018, zu der auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer erwartet wird. „Zusammen!“ ist das Motto des Abends, der mit einem Empfang beginnt. Zusammen auf der Bühne im Heimathaus sind dann ganz unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler, von Musikkabarettist Matthias Reuter und Wortartist und Pianist Martin Betz bis zu einem Ensemble der Villa Musica; dazu gibt es Beiträge zu Raiffeisen und Industrie-Kultur in Rheinland-Pfalz und weitere künstlerische Überraschungen. Die Band DOTA um Liedermacherin Dota Kehr und Frederik Kösters preisgekröntes Jazz-Quartett DIE VERWANDLUNG sind im Anschluss an die Gala auch noch im Heimathaus bzw. in der StadtGalerie zu erleben. 

Richtig poetisch wird es am Freitag und Samstag nach Sonnenuntergang: Die COMPAGNIE DES QUIDAMS beginnt ihre Parade in weißes Tuch gehüllt – aber die menschlichen Wesen verwandeln sich vor den Augen des Publikums in sieben überlebensgroße Pferdefiguren: Bilder zwischen Realität und Traum.

Man kann sich aber auch einfach treiben lassen und das Fest genießen: Quer durch die Open-Air-Galerie KUNST IM KARREE bummeln – und ganz unvermittelt dabei auf Künstlerinnen und Künstler stoßen wie die britischen Artisten von MOTIONHOUSE & NOFIT STATE CIRCUS, die Tanz und halsbrecherische Akrobatik verbinden, oder JOAN CATALÀ, der mit seiner meisterhaften Körperbeherrschung das Publikum in den Bann zieht, die Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Behinderung der Compagnie DK-BEL, deren Performance den Begriff „Vertrauen“ interpretiert, die „voluminöse“ Ballett-Truppe der COMPAGNIE DIDIER THÉRON und viele andere.

Sein christlicher Glaube war für Raiffeisen sehr wichtig und eine wesentliche Motivation für sein Handeln. Mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Evangelischen Marktkirche am Freitagnachmittag beginnt das Kulturfest in Neuwied. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ soll zusammen gesungen und musiziert werden. Am Sonntagvormittag gestalten die vier Chöre der Marktkirche den Gottesdienst gemeinsam und zum Ausklang des Wochenendes improvisiert Chris Jarrett an der Orgel der St. Matthiaskirche. Sein Programm NEW JOURNEYS vereint Jazz, Klassik, Avantgarde und Weltmusik.

Von der Musikbühne in der Schlossstraße klingen die Creole-Band BAZAAR, Jazz mit dem SNARKY PUPPY PROJECT, Swing der WHISKYDENKER und internationalen World Beat mit VOLXTANZ. Außerdem gibt es an dem Wochenende Poetry-Slam, Lesung, Ausstellung und mehr.

Parkplätze stehen im Bereich Luisenstraße und Pfarrstraße zur Verfügung. Zu beachten: Die Schlossstraße ist von Mittwoch, 25. April bis einschließlich Montag, 30. April gesperrt.

Das komplette Programm, weitere Infos, Karten für die Gala (nur 6€ bei freier Platzwahl incl. Empfang), Noten für den Festgottesdienst und die Anmeldung für die Kartonhaus-Workshops gibt es unter www.neuwied.de/kultursommer.html, kultursommer@neuwied.de und bei der Tourist-Information Neuwied, Tel. 02631 / 802 5555.

(Pressekonferenz vom 22. März)

Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele
Kultursommer-Eröffnung zum Raiffeisen-Jahr in Neuwied


Das Eröffnungswochenende des Kultursommers 2018, der das Motto „Industrie-Kultur“ hat, steht ganz im Zeichen des Westerwälders, Bürgermeisters von Heddesdorf und Begründers der Genossenschaftsidee: Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Vom 27. bis 29. April wird Neuwied zur Bühne für ein großes Kulturfest für alle Generationen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer wird erwartet, ebenso wie viele andere aus Politik, Kulturszene und Wirtschaft des Landes und natürlich die Neuwiederinnen und Neuwieder sowie Gäste von nah und fern.

„Für das Kultursommer-Eröffnungswochenende 2018 hat sich das Orga-Team aus Stadt und Kultursommer vorgenommen, Raiffeisens Motto ‚Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele‘ mit den Mitteln von Kunst und Kultur umzusetzen. Wir wollen eine Kultur für alle und zum Mitmachen anregen“, so Kulturminister Konrad Wolf. Dazu wurde z.B. der französische Künstler Olivier Grossetête eingeladen, der mit seiner „sozialen Architektur“ im Wortsinn auf die Mitarbeit des Publikums baut – gemeinsam entsteht ein riesiges Haus aus Karton.

Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig ist stolz darauf, seine Stadt überregional präsentieren zu können: „Das Prinzip der Gemeinschaft passt perfekt zu uns. Freiheit und Toleranz wurden hier bereits vor über 350 Jahren mit den Neuwieder Freiheitsrechten verbürgt. Für mich ist es eine Fortsetzung dieser Tradition, dass Raiffeisen seine Ideen gerade in dieser Region entwickelte und umsetzte.“ Gemeinsam soll auch gefeiert werden: bei der Gala am Samstagabend im Heimathaus und drei Tage lang in der ganzen Stadt. Die Innenhöfe laden zu „Kunst im Karree“ ein, auf den Straßen und Plätzen gibt es Theater, Artistik, Tanz und Musik – gleichermaßen faszinierend für große und kleine Besucherinnen und Besucher. Ein Höhepunkt wird die abendliche Inszenierung „FierS à Cheval“ der französischen Compagnie des Quidams mit überlebensgroßen, von innen beleuchteten Pferdefiguren, die nicht zufällig an das Symbol der Raiffeisengenossenschaften erinnern. Im Anschluss daran kann dann noch zu Weltmusik in den Abend getanzt werden.

Auf Raiffeisens Spuren ist Josef Zolk, der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft: Beide waren Bürgermeister von Flammersfeld im Westerwald. Zolk freut sich, dass diese Kultursommer-Eröffnung einen besonders fröhlichen Akzent im Reigen der vielen Veranstaltungen zum 200. Geburtstag des Jubilars setzt: „Wir wollen an Raiffeisen erinnern, über seine Genossenschaftsidee – die jetzt als immaterielles Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO anerkannt ist – informieren, und wir wollen gemeinsam feiern. Das tun wir bei der Kultursommer-Eröffnung in Neuwied.“

Tickets für die Gala am Samstag, 28. April 2018, um 19.30 Uhr, sind ab sofort in der Tourist-Information Neuwied, Tel. 02631 / 802 5555, unter der Ticket-Hotline 0651 / 9790777 sowie bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen erhältlich. Die weiteren Programmpunkte der Kultursommer-Eröffnung werden kostenlos sein. Das vollständige Programm wird noch vor den Osterferien veröffentlicht.
Weitere Info: www.kultursommer.de

(Pressekonferenz vom 29. Januar)