Erneuerung Schlossstraße

Die Schlossstraße wird in gesamter Länge, von der Hermannstraße bis zur Deichstraße (ohne den Schlossvorplatz), grundhaft erneuert.

Die Erneuerung stellt sich wie folgt dar:
Die einstreifige Asphalt-Fahrbahn erhält eine Breite von 3,50 m. Helle Zuschlagskörnung vermindert die Aufheizung der Oberfläche und damit die Umgebungstemperatur.

Öffentliche Parkplätze (Längsstellplätze Breite 2,00 m) werden im Seitenraum außerhalb der Fahrbahn auf Gehwegniveau in Betonpflasterbauweise geschaffen, sie liegen also hinter dem Rundbordstein und sind als solche farblich vom Gehweg abgegrenzt. Gleichrangig können diese Flächen auch als Multifunktionsfläche zur Verfügung gestellt werden.

Ein Radweg wird als einseitiger Zweirichtungsradweg angelegt und durch einen Hochbordstein und den 50 cm breiten Sicherheitsstreifen von der Fahrbahn getrennt. Zum Gehweg hin erfolgt eine Trennung durch den noppenartigen 30 cm breiten Geh-Radweg-Trennstein. Der Radweg wird mit längsverlegten Betonpflastersteinen ohne Fase hergestellt.

Der Gehweg wird ebenfalls in Betonpflasterbauweise erstellt, variiert in seiner Breite infolge der stetig wechselnden Querschnittsaufteilung häufig, kann aber stets in komfortabler Breite angeboten werden.

34 Bäume werden neu gepflanzt und zehn größere Pflanzbeete angelegt. Dabei werden die Baumscheiben zusätzlich mit Bienen- und Schmetterlingsstauden, der Staudenmischung Präriesommer etc. bepflanzt. Auf die Pflanzarbeiten folgt die einjährige Fertigstellungspflege und darauf die zweijährige Entwicklungspflege. Es sind nur zwei Baumfällungen an der Querung der Langendorfer Straße erforderlich. Zur verbesserten Bewässerung der Baum- und Pflanzbeete wird das Niederschlagwasser, das auf den Gehwegen anfällt, gezielt zu den Beeten geleitet. Hier kann dieses Wasser im vergrößerten Substratbereich gespeichert werden. Ein Entwässerungssystem verhindert die Vernässung oder das Überlaufen des Beetes.

Im Bereich Langendorfer Straße wird die Asphaltfahrbahn um 3,00 m aufgeweitet, hier entstehen drei Bushaltestellen, die weitere Aufweitung dient als Haltemöglichkeit für Anlieferungsfahrzeuge. Die Haltestellen verfügen über Busbordsteine für die barrierefreie Nutzung der Niederflurbusse. Der Werbepartner stattet die drei Haltestellen jeweils mit einer Wartehalle aus.

Der Bereich von der Deichstraße bis zur Kreuzung mit der Elfriede-Seppi-Straße bzw. der Kirchstraße, wird als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen und folglich niveaugleich ausgebaut. Der Teilabschnitt wird für den motorisierten Verkehr eine Einbahnstraße mit Fahrtrichtung zur Kirchstraße, hier ist für den motorisierten Verkehr auch nur noch das Rechtsabbiegen in die Kirchstraße möglich. Zwei Parkplätze und ein Behindertenparkplatz werden ausgewiesen. Das Pflanzbeet vor der Stadtgalerie wird vergrößert und die Stützmauer des Treppenaufgangs zum Deich vertikal begrünt. Die Betonpflasterfläche wird über eine mittig liegende dreizeilige Muldenrinne entwässert.

Die Kreuzung der Schlossstraße mit der Elfriede-Seppi-Straße und der Kirchstraße, ermöglicht für den motorisierten Verkehr nicht mehr das Einfahren in die Schlossstraße in Richtung Deichufer. Für den motorisierten Verkehr ist die Ausfahrt aus der Schlossstraße vom Deichufer kommend nach links in die Elfriede-Seppi-Straße nicht mehr möglich, das Rechtsabbiegen in die Kirchstraße ist die einzige Ausfahrtsmöglichkeit. Das Geradeausfahren in der Schlossstraße über die Kreuzung hinaus in Richtung Deichufer entfällt für den motorisierten Verkehr ebenfalls. Somit wird Raum für größere Verkehrsinseln mit umfangreicher Bepflanzung geschaffen. Die Lichtsignalanlage an der Kreuzung kann komplett entfallen, lediglich zur Querung der Elfriede-Seppi-Straße wird eine LSA zur Grün-Anforderung durch die Fußgänger errichtet. Die beiden anderen Querungen werden mit Fußgängerüberwegen ausgestattet.

Taktile Elemente sind an allen Straßeneinmündungen, an Übergängen mit Lichtsignalanlage oder Fußgängerüberwegen und an den Bushaltestellen verbaut.

Die Lichtsignalanlagen an der Einmündung der Hermannstraße und der Querung der Langendorfer Straße werden entsprechend der Neuausrichtung der Furten und Haltelinien angepasst.

Die einstreifige Fahrbahn wird einseitig über eine zweizeilige Rinne entwässert, nur im Bereich der Bushaltestelle wird ein Dachprofil mit beidseitiger Entwässerungsrinne angelegt. Die Straßenabläufe werden über neu zu verlegende Anschlussleitungen an den Hauptkanal angeschlossen. Zwecks bereits beschriebener Beet-Bewässerung werden zweizeilige Rinnen in der Flucht entlang der Beete auf dem Höhenniveau des Gehwegs angelegt.

Die zukünftige Straßenbeleuchtung beinhaltet ca. 23 Mastleuchten mit LED-Technik und neu zu verlegendem Erdkabel. Die genauen Standorte der Maste und damit die Anzahl bestimmt die beleuchtungstechnische Bemessung.

Die Fußgängerquerungen an der Langendorfer Straße und der Synagogengasse heben sich rampenartig von der Fahrbahn ab.

Umfangreiche Beschilderungs- und Markierungsarbeiten sind erforderlich.

Die Stadtwerke Neuwied GmbH und die Servicebetriebe Neuwied AöR führen umfangreiche Arbeiten aus.

Die Bauausführung erfolgt in vier Bauabschnitten: 1. BA von der Hermannstraße (kurzzeitig auch in der Hermannstraße) bis vor die Langendorfer Straße; 2. BA Querung Langendorer Straße bis vor die Elfriede-Seppi-Straße bzw. Kirchstraße; 3. BA Kreuzung Schlossstraße / Elfriede-Seppi-Straße bzw. Kirchstraße; 4. BA hinter der Kreuzung Elfriede-Seppi-Straße bzw. Kirchstraße bis zur Deichstraße

Mit den Arbeiten ist Anfang Januar 2024 zu beginnen. Die Baumaßnahme sollte für alle Lose (Stadt, SWN, SBN) ca. im Herbst 2025 beendet sein.