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Stadt Neuwied:Detailseite

Die Wahrzeichen der Stadt im Abendlicht: Der Pegelturm und die Rheinbrücke stehen unverkennbar für Neuwied.

Neuwieder haben klare Vorstellungen von der Zukunft ihrer Stadt: Werkstätten in allen Stadtteilen durchgeführt

Erstellt von Pressebüro  Entwicklungsstrategie

Mehr Orte für Begegnungen, gute Mobilitätsangebote auch ohne Auto und mehr Grün im öffentlichen Raum: Diese drei Wünsche haben die Teilnehmer der 14 Stadtteilwerkstätten im Stadtentwicklungsprojekt „NeuWie?“ besonders häufig genannt. Die Ergebnisse fließen in die neue Stadtentwicklungsstrategie ein. Sie soll voraussichtlich Mitte 2027 vorliegen und Ziele und Schwerpunkte für Neuwieds künftige Entwicklung festlegen.

Viele Teilnehmer wünschten sich mehr Möglichkeiten, sich unkompliziert zu treffen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Das können Bürgerhäuser und lebendige Ortsmitten ebenso sein wie Treffpunkte für Jugendliche oder öffentliche Plätze, an denen man sich aufhalten kann, ohne etwas kaufen zu müssen. Entscheidend ist, dass diese Orte für alle offenstehen und Gemeinschaft ermöglichen.

Auch die Mobilität abseits des Autos spielt eine große Rolle. Viele Teilnehmer wünschten sich sichere und komfortable Wege für Fußgänger und Radfahrer sowie gute Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei zeigte sich: Nicht jedes Angebot muss unbedingt im eigenen Stadtteil vorhanden sein. Wenn andere Stadtteile gut erreichbar sind, werden auch deren Einrichtungen und Angebote gerne genutzt.

Ein dritter Schwerpunkt war die Begrünung. In nahezu allen Stadtteilen wurde der Wunsch nach mehr Bäumen, Grünflächen und attraktiveren öffentlichen Räumen geäußert. Damit verbinden die Teilnehmer nicht nur Orte, an denen sie sich gern aufhalten, sondern auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Starke Verbundenheit mit den Stadtteilen und Blick für die Gesamtstadt

„Diese drei Themen zeigen, wie viel Potenzial in unseren Stadtteilen steckt“, sagt Alessa Strubel, Projektverantwortliche für NeuWie, und führt aus, dass in den Gesprächen auch deutlich wurde, dass sich manche Bürger wünschen, dass ihr Stadtteil bei der Entwicklung Neuwieds stärker berücksichtigt wird. Statt des klassischen Kirchturmdenkens sei dabei aber erfreulicherweise vor allem der Wunsch spürbar gewesen, die Stadt insgesamt nach vorn zu bringen. „Genau darin liegt eine große Chance für NeuWie: Wir wollen die Stadtteile mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen noch stärker in den Blick nehmen und ihre Entwicklung als wichtigen Bestandteil der gesamtstädtischen Strategie verstehen“, hält sie fest.

Unterschiedliche Perspektiven einbezogen

Zusätzlich zu den Stadtteilwerkstätten wurden weitere Bevölkerungsgruppen gezielt angesprochen. Neben Kindern und Jugendlichen brachte der Beirat für Migration und Integration die Perspektive von Menschen mit Migrationsgeschichte ein. In seinem Workshop ging es darum, wie Neuwied für Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und kulturellen Hintergründen lebenswert gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt standen Zugänge zu öffentlichen Angeboten, alltägliche Hürden und Möglichkeiten für ein gutes Miteinander. „Wir wollten bewusst auch Menschen erreichen, die sich sonst seltener an öffentlichen Diskussionen beteiligen“, erklärt Oberbürgermeister Jan Einig.

Aus Ideen sollen gemeinsame Ziele werden

Mit den abgeschlossenen Beteiligungsangeboten ist ein wichtiger Abschnitt des Projekts NeuWie erreicht. Bereits zuvor hatten sich Bürger bei einem Auftaktforum, einem aufsuchenden Format auf dem Gartenmarkt, thematischen Werkstätten und einer Online-Beteiligung mit ihren Vorstellungen eingebracht. Nun werden die Ergebnisse der verschiedenen Beteiligungsangebote zusammengeführt und ausgewertet. Sie sollen helfen, gemeinsame Schwerpunkte für die Entwicklung Neuwieds und seiner Stadtteile zu bestimmen. Nicht jeder Wunsch wird kurzfristig umgesetzt werden können. Die Beteiligung soll aber dazu beitragen, die künftige Entwicklung daran auszurichten, was die Menschen im Alltag brauchen.

„Die Menschen wissen sehr genau, was ihren Stadtteil lebenswert macht und wo sie sich Veränderungen wünschen“, betont Oberbürgermeister Jan Einig. „Jetzt geht es darum, die Ideen aufzugreifen und daraus gemeinsame Ziele für Neuwied zu entwickeln. Die Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für die Entscheidungen der kommenden Jahre.“

Eine Karte mit vielen Pin-Nadeln.
Blick in den Raum: Ein Mann steht mit Mikrophon neben einer PowerPoint. Vor ihm sitzt ein Publikum, das man von hinten sieht.
In 14 Stadtteilwerkstätten konnten sich die Bürgerinnen und Bürger aller Neuwieder Stadtteile am Beteiligungsprozess der Stadtentwicklungsstrategie „NeuWie?“ einbringen und eigene Ideen und Impulse beisteuern.