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Stadt Neuwied:Masterplan

Die Wahrzeichen der Stadt im Abendlicht: Der Pegelturm und die Rheinbrücke stehen unverkennbar für Neuwied.

Masterplan "Öffentlicher Raum"

Neuwied muss sich wie viele andere Städte in Deutschland dem Strukturwandel – und dem damit einhergehenden Bedeutungsverlust und Rollenwandel der Innenstädte – stellen. 

Um das Herz der Deichstadt neu zu beleben, in den vergangenen Jahren wurden und werden bereits einige Projekte realisiert. Was allerdings fehlt: ein Überblick und ein Gesamtkonzept, das einerseits noch notwendige Maßnahmen aufzeigt und andererseits Grundlage für ergänzende Planungen und Ortsvorschriften sein kann.

Dazu wird nun der Masterplan “Öffentlicher Raum” für die Neuwieder Innenstadt erarbeitet. Dieser wird bis Dezember 2026 fertiggestellt.

Hintergrund & Ziele

Sie ist ein Ort zum Einkaufen, Arbeiten, Wohnen, Verweilen und Begegnen: die Neuwieder Innenstadt. Damit sie diese Funktionen auch weiterhin erfüllen kann, soll sie attraktiver, klimaangepasster, barrierefreier und besser nutzbar werden.

Mit dem Masterplan “Öffentlicher Raum” möchte die Stadt Neuwied deshalb eine gemeinsame Grundlage für die zukünftige Gestaltung der Innenstadt schaffen.

Wie viele Innenstädte befindet sich die Neuwieder Innenstadt in einem Wandel. Veränderungen im Einzelhandel und neue Mobilitätsbedürfnisse spielen dabei eine große Rolle. Zudem haben die Folgen der Corona-Pandemie bestehende Herausforderungen noch verstärkt. Gleichzeitig gewinnt der öffentliche Raum als Aufenthalts-, Begegnungs- und Kommunikationsort zunehmend an Bedeutung.

Neuwied arbeitet bereits seit vielen Jahren daran, die Innenstadt zu stärken. Seit 2008 werden im Rahmen der Städtebauförderung verschiedene Projekte umgesetzt, um städtebauliche und gestalterische Defizite zu beheben und die Innenstadt zukunftsfähig zu entwickeln.

Auch aktuell verändert sich das Stadtbild: Der Luisenplatz wird aufgewertet, während der Marktplatzes und die Schloßstraße eine gänzlich neue Gestaltung erhielten.

Darüber hinaus wurden bereits Veranstaltungen, eine Digitalisierungsstrategie sowie eine Tourismus- und Vermarktungsstrategie für die Innenstadt entwickelt. Auch für die zukünftige Nutzung des Standorts Heimathaus wurde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet.

Der Masterplan knüpft an diese Entwicklungen an und führt sie zusammen.

Der Masterplan soll zeigen, wie der öffentliche Raum der Neuwieder Innenstadt in Zukunft gestaltet und genutzt werden kann.

Dafür werden zunächst vorhandene Stärken, gestalterische Missstände und räumlich-funktionale Defizite betrachtet. Darauf aufbauend entstehen gemeinsame Leitlinien und konkrete Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung.

Dabei geht es zum Beispiel um:

  • mehr Aufenthaltsqualität und attraktive Orte zum Verweilen
  • Anpassung an den Klimawandel, etwa durch Begrünung und geeignete Gestaltung
  • zukunftsfähige Mobilität und bessere Angebote für den Radverkehr
  • mehr Barrierefreiheit für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen
  • kindgerechte öffentliche Räume, die zum Spielen und Entdecken einladen
  • einheitliche und hochwertige Stadtmöblierung, etwa Bänke, Leuchten und weitere Ausstattungselemente
  • flexibel nutzbare Flächen, beispielsweise für Außengastronomie, Kinderspiel oder Warenauslagen
  • eine zeitgemäße Organisation des ruhenden Verkehrs
  • Gestaltungsleitlinien für Gebäude, Freiflächen und den öffentlichen Raum

Auch neue und flexible Nutzungsformen – beispielsweise Pop-up-Angebote – sollen dabei berücksichtigt werden.

Oberstes Ziel ist eine lebendige und attraktive Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität. Der öffentliche Raum soll so gestaltet sein, dass sich dort möglichst viele Menschen gerne aufhalten und wohlfühlen. Also unabhängig von Alter, Mobilität oder individuellen Bedürfnissen.

Der Masterplan soll deshalb unterschiedliche Anforderungen miteinander verbinden: die Bedürfnisse von Kindern und Senioren, von Bewohnern und Gäste, von Gewerbetreibenden und Gastronomie ebenso wie die Anforderungen an Klimaschutz, Klimaanpassung und Mobilität.

Neuwied kann dabei auch auf bereits vorhandene Grundlagen aufbauen. Dazu gehört beispielsweise der aktuelle Verkehrsentwicklungsplan. Die Ernennung Neuwieds zur ersten kinderfreundlichen Kommune in Rheinland-Pfalz unterstreicht zudem den Anspruch, die Perspektive von Kindern bei der Gestaltung der Stadt stärker zu berücksichtigen.

Der Masterplan soll nicht nur Ideen sammeln, sondern eine verlässliche Grundlage für zukünftige Entscheidungen und Projekte schaffen.

Er soll unter anderem:

  • zukünftige Umgestaltungen und Nutzungen des öffentlichen Raums vorbereiten
  • konkrete Maßnahmen und Projekte aufzeigen
  • als Grundlage für die Beantragung weiterer Fördermittel dienen
  • zukünftige kommunale Planungen unterstützen
  • die Überarbeitung der bestehenden Gestaltungs- und Sondernutzungssatzung vorbereiten 

Was zählt überhaupt zum öffentlichen Raum? 

Zum öffentlichen Raum gehören alle Orte, die für alle zugänglich sind. Das heißt zum Beispiel:

  • Plätze und Stadträume (wie der neue Marktplatz und der Luisenplatz)
  • Straßen- und Wegeverbindungen (wie die Fußgängerzone)
  • Grün- und Aufenthaltsflächen sowie Uferbereiche (wie das Rheinufer inklusive der neuen Promenade)

So läuft die Erstellung des Masterplans ab

Beteiligung

Ein wichtiger Bestandteil des Masterplans ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Denn die Menschen, die in Neuwied leben, arbeiten, einkaufen oder ihre Freizeit verbringen, kennen die Innenstadt besonders gut.

Ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen sollen deshalb in die Entwicklung des Masterplans einfließen.

So entsteht ein integriertes Konzept, das nicht nur planerische Anforderungen berücksichtigt, sondern vor allem eines zum Ziel hat: Eine Innenstadt, in der Menschen gerne sind – heute und auch in Zukunft.

Ihre Ansprechpartnerin:

Bei Fragen zum Masterplan wenden Sie sich gerne an: