Erneuerung Deichstraße
Kurz & knapp
Die Deichstraße wird auf ihrer Gesamtlänge – von der Schloßstraße bis zur Friedrichstraße – grundhaft erneuert. Damit erfolgt ein wichtiger Lückenschluss, um die Attraktivität der gesamten Innenstadt weiter zu steigern. Als Verbindung zwischen Stadt und Rhein ist sie besonders für die künftigen Schiffstouristen das Einlasstor zur Innenstadt. Doch auch Anwohnerinnen und Anwohner profitieren von der verbesserten Aufenthaltsqualität und der nachhaltigeren Begrünung.
Gestalterisch knüpft die Baumaßnahme an die Erneuerung der Schloßstraße an, um ein einheitliches Stadtbild weiter zu festigen. Neben der optischen Aufwertung des gesamten Straßenzugs werden im Zuge der Bauarbeiten zudem die Teile der unterirdischen Infrastruktur erneuert. Außerdem wird die Verkehrssicherheit gestärkt.
Die Neuerungen im Detail:
Der Straßenraum wird künftig klar, aber bewusst zurückhaltend gegliedert. Entlang der Deichmauer bleibt ein Parkstreifen (2,00 m breit) erhalten. Daran schließen sich stadtseitig zunächst die Fahrbahn (3,50 m breit, einschließlich der Entwässerungsrinne) und ein Gehweg niveaugleich an, auf einen Bordstein wird hier bewusst verzichtet. Allerdings müssen Fahrbahn und Gehweg optisch voneinander unterscheidbar sein, da nur die Überfahrtsbereiche an den Einmündungen der Pfarr-, Markt- und Mittelstraße als verkehrsberuhigter Bereich angelegt und beschildert werden. Daher wird der Gehweg und die deichseitigen Stellplätze entsprechend dem Pflaster der Schlossstraße mit hochwertigem Betonpflaster (Rechteckpflaster im Format 32 x 16 cm, wassergestrahlte Oberfläche) im Farbton Granit und die Fahrbahn im Farbton anthrazit gestaltet.
Zwischen Parkstreifen und Deichmauer entsteht ein 0,85 m breiter Gehweg mit Hochbord (Auftritt 8 cm), der primär dem Fahrzeug-Ein- und Ausstieg dient beziehungsweise einen Schrammbord zur Deichmauer darstellt. Passend zum Naturstein der denkmalgeschützten Deichmauer wird hier der vorhandene Lavabasalt-Bordstein wieder versetzt und durch Steine, die bei der Baumaßnahme “Deichufer II” anfallen, ergänzt.
Rund 37 neue Bäume werden die neue Deichstraße unter anderem begrünen. Die bisher vorhandenen 38 Bäume müssen gefällt werden, da es sich bei diesen zum einen um für den Standort ungeeignet Baumarten (Kugelahorn und Kugelakazie) handelt, zum anderen weisen diese zudem Anfahrtsschäden oder Astungswunden im Kronenbereich auf.
Ergänzt werden die neuen Bäume durch Bodengewächse und Grünstreifen – sowohl stadtseitig, dort ist der Grünstreifen 2,30 m breit, als auch abschnittsweise im Bereich des Parkstreifens (Breite 2 m). Die neuen Baumstandorte werden so gewählt, dass Sichtachsen von der Deichmauer auf die repräsentativen Gebäude erhalten bleiben.
Im Mündungsbereich der Schloßstraße wird außerdem der Sichtbeton des Treppenaufgangs zum Deich bis zu den Muschelkalkplatten vor dem Deich-Informationszentrums begrünt.
Entlang der Deichmauer stehen künftig rund 42 bewirtschaftete Stellplätze zur Verfügung. Auf eine Einzelmarkierung wird bewusst verzichtet, um den vorhandenen Raum möglichst effizient zu nutzen. Die Parkraumbewirtschaftung erfolgt weiterhin mit Parkschein oder Handy-Parken.
Zwei bisherige Stellplätze für Menschen mit Behinderung in der Deichstraße entfallen, da sie dort nicht barrierefrei angeboten werden können. Ersatz dafür wird in der Markstraße, direkt vor der Deichkrone, geschaffen.
Die Deichstraße bleibt auch künftig eine Einbahnstraße innerhalb einer Tempo-30-Zone. Zusätzlich zum bereits bestehenden Abschnitt vor der Deichkrone (Marktstraße) werden weitere Bereiche verkehrsberuhigt gestaltet:
- Vor dem Deichtor auf Höhe der Pfarrstraße
- Im Bereich des Treppenaufgangs zum Deich (stadtseitig) gegenüber der Mittelstraße
- Der Übergang zur Schloßstraße, die vom Deich bis zur Kreuzung mit der Elfriede-Seppi-Straße bzw. der Kirchstraße bereits als verkehrsberuhigt ausgewiesen ist.
Um alle vier verkehrsberuhigten Bereiche von der Fahrbahn gestalterisch abzugrenzen werden dort spezielle, sinusförmige Rampensteine eingesetzt. Sie sorgen zudem für eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung.
Die Straßenbeleuchtung wird vollständig auf moderne LED-Technik umgestellt. Die neuen Mastleuchten werden stadtseitig direkt vor den Grundstücksgrenzen beziehungsweise Gebäuden angeordnet und sorgen für eine gleichmäßige und energiesparende Ausleuchtung.
Die Baumaßnahme ist eng mit den Servicebetrieben Neuwied (SBN) und den Stadtwerken Neuwied (SWN) abgestimmt.
Diese beteiligen sich zudem ebenfalls an Erneuerungen in der Deichstraße: So haben die SBN bereits im Vorfeld den Mischwasserhauptkanal durch den Einzug eines Inliners saniert. Darüber hinaus erneuern die SBN ausgewählte Kanal-Hausanschlüsse und Schachtbauwerke. Die Stadtwerke wiederum erneuern das Niederspannungskabel einschließlich der Hausanschlüsse sowie je nach Bedarf einige Wasser- und Gashausanschlüsse.
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