Hauptregion der Seite anspringen Hauptnavigation der Seite anspringen

Stadt Neuwied:Detailseite

Die Wahrzeichen der Stadt im Abendlicht: Der Pegelturm und die Rheinbrücke stehen unverkennbar für Neuwied.

Integration darf nicht warten: Neuwied übernimmt Verantwortung und bringt an der vhs eigene Sprachkurse an den Start

Erstellt von Pressebüro  vhs Neuwied

Seit Dezember vergangenen Jahres sorgt die Aussetzung zahlreicher Zulassungen zu Integrationskursen bundesweit für erhebliche Unsicherheit bei Betroffenen und Bildungsträgern. Insbesondere Menschen aus EU-Staaten sowie weitere besonders schutzbedürftige Gruppen konnten seitdem keine Zulassung mehr zu einem Integrationskurs erhalten. Für viele Zugewanderte bedeutete das einen abrupten Stopp ihres geplanten Sprach- und Integrationswegs.

Zwar hat das Bundesministerium des Innern inzwischen angekündigt, die Einschränkungen ab Juni wieder lockern zu wollen. In der Praxis ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass neue Zulassungen kurzfristig tatsächlich wieder möglich sein werden. Hintergrund ist, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zunächst interne Umstellungen vornehmen muss. Wie lange dieser Prozess dauern wird, ist derzeit unklar. Er kann sich jedoch über mehrere Monate erstrecken. Anträge, die während dieser Übergangsphase eingehen, werden weiterhin abgelehnt. Zudem hängt die Zahl der künftig möglichen Zulassungen von der verfügbaren Haushaltslage ab.

Um den betroffenen Menschen dennoch eine Perspektive zu bieten, reagiert die Volkshochschule Neuwied nun mit einem eigenen Sprachkursangebot, das aus dem Integrationsbudget der Stadt finanziert wird. Der Kurs orientiert sich in Aufbau und Umfang eng am klassischen Integrationskurs und umfasst insgesamt 600 Unterrichtsstunden. Er richtet sich an Menschen, die aufgrund des aktuellen Zulassungsstopps derzeit keinen Zugang zu einem regulären Integrationskurs erhalten können. Nicht vorgesehen ist das Angebot für Personen, die bereits einen Integrationskurs absolviert haben.

„Mit dem neuen Angebot wollen wir die entstandene Versorgungslücke schließen und den betroffenen Menschen trotz der aktuellen Situation weiterhin einen strukturierten Zugang zu Sprachförderung und gesellschaftlicher Integration ermöglichen“, betont Bürgermeister Peter Jung.


Interessenten für den täglich stattfindenden Kurs werden gebeten, sich so schnell wie möglich – spätestens aber bis zum 27. Juli - bei der Volkshochschule Neuwied unter 02631 8025510 zu melden. Der Kursstart ist nach den Sommerferien vorgesehen.

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einer Schulklassensituation um einen Tisch auf dem ein Tablet liegt. Eine Frau steht hinter dem Tisch und schaut der Gruppe über die Schulter. Im Hintergrund sieht man ein eingeschaltetes Smartboard.
Beim Besuch eines Integrationskurses in der vhs Neuwied konnte sich Bürgermeister Peter Jung vom großen Engagement und Lerneifer der Teilnehmenden überzeugen.
Drei Menschen stehen vor einer großen Tafel, an welche mit Magneten viele Zettel angehängt sind.
Haben sich gemeinsam dafür eingesetzt, dass es trotz gestoppter Förderung durch das BAMF an der vhs Neuwied mit Integrations- und Sprachförderangeboten weitergeht: (v.l.) Meike Pfeiffer, pädagogische Leiterin der vhs, Volkshochschulleiterin Jutta Günther und Bürgermeister Peter Jung.