Natursteinmauern, kleine Teiche, heimische Stauden, begrünte Dächer und alter Baumbestand: Beim ersten Naturgartenwettbewerb der Stadt Neuwied gab es einiges zu entdecken. Knapp 30 Neuwiederinnen und Neuwieder reichten ihre Gärten ein und zeigten damit, wie vielfältig sich auch auf privaten Flächen Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen lassen. Die vier ausgezeichneten Gartenbesitzerinnen nahmen ihre Preise jetzt im Biergarten am Deich entgegen.
„Private Gärten können viel für Artenvielfalt und ein lebenswertes Stadtklima leisten. Mit dem Wettbewerb wollten wir aber auch zeigen, wie viel Engagement dafür längst in Neuwied vorhanden ist“, erklärt Julia Frimmersdorf als städtische Klimaschutzmanagerin. Bewertet wurden etwa die Naturnähe und Vielfalt der Gestaltung sowie der Wert der Gärten als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die Fülle und Qualität der Vorschläge machten der Jury die Wahl nicht leicht.
Den ersten Platz belegte Brigitte Maxdorf. Ihr Garten bietet auf vergleichsweise kleinem Raum eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Zauneidechsen, Igeln, Gartenschläfern und zahlreichen Insekten haben hier ihr Zuhause. Kleine Wassergärten dienen verschiedenen Libellenarten als Kinderstube. Sabine Vollbrecht erreichte mit ihrem naturnahen, nahezu unversiegelten Garten und einem vollständig begrünten Garagendach den zweiten Platz. Platz drei belegt Marlies Becker, deren Natursteinmauer, Teich sowie die Vielfalt heimischer Arten überzeugten. Eine Auszeichnung in der Sonderkategorie erhielt Nina Wiesemann. Ihren weitgehend naturbelassenen Garten prägen ein rund 100 Jahre alter Baumbestand und ein großer Teich – ein über Jahrzehnte gewachsener Lebensraum.
Möglich wurde die Preisvergabe durch die Unterstützung der Stadtwerke Neuwied. Die Gewinnerinnen erhielten Wertgutscheine der Staudengärtnerei Heidmann in Dierdorf. Für das übrige Teilnehmerfeld werden als Dankeschön Vogeltränken bereitgestellt. Nach der gelungenen Premiere soll es weitergehen: „Der Naturgartenwettbewerb soll keine einmalige Aktion bleiben. Auch künftig möchten wir naturnahe Gärten und die Ideen dahinter in Neuwied sichtbar machen – ob mit einem weiteren Wettbewerb oder in weiterentwickelter Form“, kündigt Frimmersdorf an.